Monika Schulze - Persönliches und NachInnen.de

Monika Schulze

Was machen Sie denn da?

„Was machen Sie denn da?“ war einer der ersten vollständigen Sätze meines Lebens – mit gerade zwei Jahren. Dem Nachbarn fiel der Spaten aus der Hand, als ich ihn das bei der Gartenarbeit fragte. Bis dahin hörte er nur einige Worte von mir.

Diese Geschichte kenne ich von meiner Mutter und lange Zeit war sie eine schöne Anekdote. Als ich aber durch die Numerologie hinter das Geheimnis der Zahlen und ihres Wesens kam, offenbarte sie mir den wahren Hintergrund.

Die Zahlen und die Sprachen

Meine Schulzeit deutete jedoch keinesfalls auf eine Liebe zu Zahlen hin. Mathematik fand ich langweilig und unpraktisch; mir fehlte der Zugang dazu. Die Versuche meines Vaters, ein Steuerberater und ein Zahlenfreak, fruchteten nicht. Zahlen sollen schön sein, ehrlich und  berechenbar. Außerdem könne ich mit Zahlen gutes Geld verdienen.

Es verhallte alles, die Mathe war ein Graus für mich. Ich war überzeugt, dass ich nur mit einem Beruf, der mir Freude macht, Geld verdienen kann. Zahlen, in welcher Form auch immer, konnten es also nicht sein.

Da ich neugierig auf andere Menschen und Kulturen war, da mir Sprachen Freude bereiteten und ich gerne redete, wurde ich Dolmetscherin. Viele Jahre war es ein geliebter Beruf, die ungeliebten Zahlen konnte ich vergessen.

Die Pläne des Menschen

Ich hatte den Wunschberuf. Reden, Menschen, Reisen, meine weiteren Vorlieben, gehörten dazu. Ich habe geheiratet, bekam zwei Söhne, konnte die erste Zeit zuhause bleiben und danach beim alten Arbeitgeber bei freier Zeiteinteilung arbeiten. Mein Leben verlief nach Plan; so schien es.

Und dann kam es anders. Keine äußeren Vorwarnungen, keine Gedanken, dass etwas nicht nach Plan verlaufen könnte. Ich gehe heim, vor dem Haus Notarztwagen und Polizei. Mein Mann ist verstorben. Ich fühlte nun, was die alltäglichen Redewendungen „von heute auf morgen“ und „die Welt bricht zusammen“ bedeuten.

Die Suche nach dem Warum

Als ich nach Jahren den Schock verarbeitet hatte, wollte ich erfahren, warum all das geschehen ist. Ich versuchte es mit dem Tarot. Zunächst mit Büchern, später mit Ausbildungen. Es entwickelte sich eine Liebe zu seiner Symbolik, die bis heute andauert und immer noch Neues offenbaren kann. Mein „Warum“ blieb aber unbeantwortet.

Neben der Symbolik der Bilder sind im Tarot die Zahlen wichtig. Unbemerkt fast begann ich die Zahlen zu mögen und zu lieben. Die Numerologie hielt Einzug in mein Leben. Es waren Zahlen also; nicht so zwar, wie es mein Vater meinte, doch konnte ich ihn nun verstehen. Meine Frage blieb aber unbeantwortet.

Da die Kinder größer wurden, wollte ich die Liebe zu Zahlen beruflich nutzen. Durch das Tarot und die Numerologie, durch meine Neugier auf die Menschen und darauf, wie sie sind, begann ich mit einer Ausbildung in der Astrologie. Es fehlte aber noch etwas, die menschliche Psyche erwies sich widerspenstig. Das machte mich neugieriger. Die psychotherapeutische Ausbildung und die Heilpraktikerin für Psychotherapie sind die Folgen. Meine Frage blieb aber immer noch unbeantwortet.

3 und 22 – die anderen Antworten

Die Kombination aus Tarot, Psychotherapie und der Numerologie machte einiges in meinem Leben und über mich klar.

Als der Archetypus 3 mag ich grundsätzlich schnell auf den Punkt kommen. Die Kommunikation ist für mich besonders wichtig.

Aber die 22 bremst die 3, da sie alles hinterfragt und anzweifelt. Eigentlich ein Problem mit der 3. Das nehme ich aber gerne in Kauf, da die 22 doch eine gute Imaginationsquelle ist. Die 22 erklärt auch meine Frage an den Nachbarn und die 3 die Art der Fragestellung.

In der Summe – Kommunikation ja, aber zack, zack. In einer Tarot-Arbeitsgruppe wurde meine Supervision mit dem Spruch „Vaterthema, der Nächste“, überspitzt zwar beschrieben, aber es war schon etwas daran.

Ich bekam einige Antworten; auch auf Fragen, die ich nicht stellte. Meine alte Warum-Frage harrte aber immer noch der Antwort.

Die Pläne der Seele und NachInnen.de

In der psychotherapeutischen Ausbildung lernte ich Jan kennen.

Jan ist ein Archetypus 8: Ewig reden, umschreiben, Runden drehen, sobald ein Projekt läuft, sofort die nächsten beginnen. Und dann auch noch sein „Langsam“ an mich gewandt, wenn ich in meinem 3-er-Tempo redete! Meine Neugierde ließ mich trotzdem an seinem Projekt einer Beratergruppe teilzunehmen. Und NachInnen.de begann zu leben. Nicht in der geplanten Größe zwar, aber das waren wieder mal Menschenpläne.

Was von Anfang an da war und bleibt: Wir reden unendlich miteinander. Über unser Leben, die Arbeit und die Dinge hinter den Dingen. Die Arbeit beschränkt sich natürlich nicht auf das Reden. Diese Seelen-Arbeit brachte mich der Antwort auf das „Warum“ näher. Näher, denn die Seele wirklich zu begreifen, das ist mit dem Verstand allein nicht möglich.

Heute weiß ich um die Menschenpläne und die Pläne der Seele. Widersprüche sind es nicht mehr, wenn sie spirituell betrachtet werden. Meine Arbeit ist somit eine spirituelle Arbeit, in der ich die Numerologie als das Wesen der Zahlen, das Tarot, die Gesprächspsychotherapie und die Lebenserfahrungen einbringen kann.

Die Seele erwies sich als die richtige Adressatin der Lebensfragen. Sie hütet ihr Wissen aber sehr sorgsam und spricht in Symbolen. Daher wurden die Methoden um die Seelenantworten erweitert. Die Rückführungstherapie ist der nächste Schritt, den mein Verstand und meine Seele gutheißen.

Ob ein Glückstreffer oder eher ein Seelenplan: Die Kombination unserer Methoden, die Archetypen 3 und 8, die weibliche und männliche Sicht der Dinge und die unterschiedlichen Lebenserfahrungen bilden die verlässliche Basis unserer Arbeit.