Wir sind Sternenkinder aus Sternenlicht;
Sind wir allein im Universum? (Teil 5)

Sternenlicht

Reisen wir ca. 4,6 bis 4,7 Milliarden Jahre zurück. Unser Universum hatte genügend Materie, um Sterne, Galaxien, Galaxienhaufen und so weiter entstehen zu lassen. Zu dieser Zeit ereignete sich in unserer Galaxis eine Lichtexplosion mit der hellsten Art im Universum. Aber erst mal der Reihe nach.

Ein kleiner Ausflug in das Leben und Leuchten der Sterne

Die Sonne, unser Heimatstern, ist ein durchschnittlicher Stern mit einem eher gemächlichen Leuchten, welcher für sein Licht und alle anderen Energieformen lediglich 4,2 Millionen Tonnen pro Sekunde an Masse verliert. Doch keine Angst, das führt nicht zum Auslöschen der Sonne. In ihrem bisherigen Leben hat sie dadurch lediglich etwa ein halbes Promille ihrer Masse verloren.

Dieses gemächliche Leuchten unserer Sonne wurde erst durch andere Sterne und ein unvergleichlich stärkeres Licht ermöglicht. Zu Anfang des Universums gab es nur die Elemente Wasserstoff, Helium und Lithium. Aus diesen Elementen entstanden wenige Hundert Millionen Jahre später die ersten Sterne. Durch den immensen Druck und die hohen Temperaturen erzeugten diese Sterne, wie die heutigen übrigens auch, alle noch schwereren Elemente bis zum Eisen hin, z. B. das Silizium für die Computerchips.

So leben die Sterne Milliarden von Jahren, wobei je massereicher ein Stern ist, umso ungestümer und daher kürzer lebt er; die massereichsten Sterne leben nur wenige Millionen Jahre lang. Am Lebensende der Sterne, die massereicher als die Sonne sind, steht eine Explosion als eine Supernova. Die Supernovae gehören zu den lichtstärksten Erscheinungen im Universum und erst mit diesen unvorstellbaren Energien können Elemente gebildet werden, die schwerer als Eisen sind: Kobalt, Nickel, Kupfer, Zink oder Silber, Platin, Gold und Quecksilber, um nur ein paar Beispiele zu nennen. In der Supernova-Explosion schleudert der Stern seine Materie als gigantische Wolken ins All.

Es werde Licht!

Unsere Sonne ist ebenfalls aus der Asche oder dem Staub anderer Sterne entstanden. Heute vermuten die Astronomen, dass zur Entstehung der Sonne eine weitere Supernova-Explosion beigetragen hat. Durch die zweite Supernova in der kosmischen Nachbarschaft wurde „unsere“ Materiewolke durch zusätzliche Materie angereichert. Vor allem jedoch führte die Schockwelle der zweiten Supernova zur Verdichtung der Materie und letztendlich zur Entstehung unseres Sonnensystems mitsamt unserer kleinen blauen Heimat, der Erde.

Die Materie, aus der wir alle bestehen, konnte also erst durch das gemächliche Leuchten der Sterne und ihre extrem lichtstarken Explosionen als Supernovae entstehen! Das biblische „Es werde Licht!“ erhält somit eine erweiterte Bedeutung.

Denn Licht und Staub bist du

Im anderen Licht lässt sich ebenfalls das »Denn Staub bist du« betrachten, obwohl es unheilvoll, hoffnungslos und düster klingt und kaum auf Sternenkinder hindeutet.

In der Zeit, bevor das numerologische Krafttier Schlange unser Jahrtausend mit ihrer Zahl 2 prägte, war es für uns Menschen schwierig, mit den Polaritäten und den Dualitäten umzugehen. Der biblische Staub wurde nur in der dunklen, düsteren und Angst machenden Prägung benutzt. Wer jedoch in dem Staub den Sternenstaub sehen kann, der im Licht der Sterne entstanden ist, dem offenbart der düstere Staub Erhabenes.

Die Materie, aus der unser Körper gebildet ist, ist in Sternen entstanden. Die schwereren Elemente werden ausschließlich in Sternenexplosionen gebildet und in Millionen und Milliarden von Jahren im Weltraum verteilt. Es sind erhabene Vorstellungen, dass die Materie unserer Körper vor Milliarden von Jahren in Sternen leuchtete, dass sie die Entstehung weiterer Sterne und Planeten ermöglichte und vermutlich weiterer Leben außerhalb der Erde.

Wir sind Sternenkinder aus dem Licht und dem Staub der Sterne geboren. Wir sind Lichtkinder. Nicht: »Denn Staub bist du«, sondern: »Denn Licht und Staub bist du«. Aus dem Licht wurde Staub, aus dem Staub neues Licht und dann das Leben, in dem der Staub den Körper bildet und die Seele das Licht kennt – das kosmische und das transzendente.

Das entlockt sogar dem logisch denkenden und die unendlichen Weiten des Weltalls bereisenden Mr. Spock ein: »Faszinierend«.

Verweist jemand auf den zweiten Teil des biblischen Staub-Zitats, das da lautet »… zum Staub musst du zurück«, bleibt das Licht erhalten. Der Staub ist der Körper mit seinem wiederkehrenden Werden und Vergehen, die Seele lebt fort. Plant die Seele ihre nächste Inkarnation, bedient sie sich wieder des Sternenstaubs, den sie erneut in die Kreisläufe der Natur eingliedert. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der zum Körper gewordene Staub die Unsterblichkeit der Seele in sich erkennt.

Buch der Prediger 12,7: »Denn der Staub muss wieder zur Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.« Dem alttestamentarischen Menschen konnte nicht einmal Gott diese Zusammenhänge erklären. Und täte er das, hätte er den Menschen erschreckt. Wer diesen alten Text heute offen betrachtet, erkennt den Staub und das Sternenlicht darin.

Und Licht bist du weiterhin und mit allem verbunden

Damit des Lichts nicht genug: Der aus Sternenlicht und Sternenstaub entstandene Körper leuchtet selbst.

Die Biophotonen sind eine messbare Tatsache. Es fällt schwer, dieses Forschungsgebiet weiterhin der Esoterik oder der Grenzwissenschaft allein zuzuordnen. Die lebende Materie strahlt Photonen ab, die der Biophysiker Fritz-Albert Popp Biophotonen nennt. Er wird noch angezweifelt und angefeindet, denn es kann nicht sein, was nicht sein darf. Es kann nicht sein, was den eigenen Wissenshorizont überschreitet. Und die Werbeindustrie ist not amused, da ihre Fertigprodukte auch mit dem zusatzstoffgetränkten Gemüse nicht so leuchten will.

Tragen die Biophotonen zum Leuchten der Aura bei, gehört das Qi dazu? All das ist Energie, die sich in bestimmten Frequenzen als Licht manifestiert. Und die feste Materie verliert ihre Festigkeit, wenn wir uns der Leere zwischen den Atomteilchen gewahr werden. Das ist aber ein anderes Thema.

Zurück zum Sternenstaub. Sehen wir den Sternenstaub in uns, beachten wir die Kreisläufe des Staubs und der Körper: Wächst da nicht die Ahnung darüber, wie wir Sternenkinder alle miteinander verbunden sind?

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