Promi-Analysen: Spiritualität und das Problem mit den Dingen hinter den Dingen

Promi-Analysen

Bei den Kandidaten für die spirituellen Analysen gibt es einige Menschen, die sehr stark polarisieren. Sie werden geachtet und geehrt. Oder ignoriert, belächelt, verachtet. Unser erster Analyse-Kandidat ist einer der polarisierenden Menschen.

Diese Menschen dürfen als prominent bezeichnet werden, obwohl sie nicht den Bekanntheitsgrad in Google-Einheiten gemessen erreichen, den die Alltags-Promis aufweisen. Bis sie in Ungnade fallen und vergessen oder vom Winde verweht werden. Oder heißt das aktuell weggeshitstormt? Doch sachte mit den jungen Wörtern; ist ein Shitstorm nicht ein bekanntheitssteigerndes Mittel?

Prominent bedeutet nicht nur bekannt, sondern bedeutend, angesehen oder maßgebend. Diese Qualitäten sind etwas langlebiger, als die Größe eines Skandals, die Exaltiertheit des Outfits oder des Benehmens oder die Namen der aktuellen und manchmal parallelen Lebensabschnittsbegleiter. Wobei, und das ist keine Ironie, aus ihnen können Seelenpartner werden, wenn auch eventuell über einige Zwischenstufen von karmischen Bindungen.

Geplant habe ich einige einleitende Sätze für die erste spirituelle Analyse nach den alten „Prominenten-Analysen“. Gelungen ist mir das nicht, es sind daraus einige Abschnitte geworden. Anstatt die Einleitung radikal zu kürzen, entschloss ich mich, sie als eine Eröffnung der neuen spirituellen Analysen zu veröffentlichen.

Die Angst vor den Dingen hinter den Dingen

Es ist das inzwischen Jahrhunderte alte Problem vieler Wissenschaften, dass sie nur das akzeptieren wollen – können? –, was sich auf der materiellen Ebene vermessen lässt. Was nicht vermessen werden kann, existiert nicht.

So nachvollziehbar diese Einstellung ist, so traurig ist sie auch. Diese Menschen setzen sich selbst Scheuklappen auf, damit sie die Dinge hinter den Dingen (ich nenne das so unwissenschaftlich) nicht wahrnehmen, da sie ihr Weltbild zerstören würden. Und das, oh ja, das macht Angst, ob sie bewusst ist oder im Unbewussten schaltet und waltet und das Leben stört.

Diese Ängste sind so alt, wie der Mensch selbst. Als Menschen noch sehr wenig über die Natur wussten, machte sie ihnen Angst. Mit dem wachsenden Verständnis für die Natur konnte sie sich sogar zur Mutter Natur oder Mutter Erde wandeln. Oder zu Gaia, wobei diese Hypothese noch erbittert bekämpft wird.

Doch es gibt sie, diese Dinge dahinter

Dieser Wandel von Angst zum Begreifen und zur Annahme hin vollzieht sich auch in den strengen Wissenschaften. Die Hypnose wurde lange Zeit ignoriert, belächelt, verdammt. Heute ist sie ein anerkanntes Therapieverfahren.

In der Wissenschaftswelt reicht ein Fall, der einer These widerspricht, um diese These als falsch zu betrachten. Die Verneinung der Hypnose war zwar nur ein Irrtum in dem Sammelbecken der Dinge, die nicht existieren können. Damit darf wissenschaftlich betrachtet nicht ausgeschlossen werden, dass es in diesem Sammelbecken noch andere Dinge gibt, die ihrer zwingenden Anerkennung nur deswegen harren, da sie noch nicht messbar sind.

Einerseits eine durchaus nachvollziehbare und sogar erforderliche Einstellung. Zu viele abstruse Theorien gibt es, die heute, durch das Web bedingt, ihr globales Unwesen treiben können. Extrembeispiele dazu liefern die unzähligen Verschwörungstheorien, die, wenn man ihnen glauben müsste, das Leben sehr sinnlos machen würden.

Andererseits verhindert die rigorose Verneinung der Dinge hinter den Dingen deren Nutzbarkeit. Unsere Menschenwelt könnte einiges davon gut brauchen, damit sie gesünder wird – im übertragenen und im wahren Sinne.

Das ist so schade …

Es muss eine große Angst sein, die bestimmte Dinge bekämpfen muss, ob mit Ignoranz oder mit Spott und Hohn, weil sie nicht in das Weltbild passen, in welches ein Mensch hineingewachsen ist. Und das trotz der immer größeren Zahl der Dinge, die zunächst hinter den Dingen waren und heute nachgewiesen sind, ergo existent.

Eine rhetorische Frage: Existierten diese Dinge vor ihrem Nachweis nicht?

Angst oder Anderes

Einige Dinge existieren nicht hinter den Dingen, sondern hinter unseren Ängsten, sie gehören zu unserem Lernen, wozu der Umgang mit den Polaritäten gehört. Die Polaritäten sind es, die unsere Seelen auf der Gaia inkarnieren lassen; sie ist ein sehr fruchtbares Lernfeld unserer Seelen.

Ich kann mit einem Messer eine Scheibe Brot abschneiden und sie einem Menschen reichen. Ist das Messer gut? Mit diesem Messer kann ich einen Menschen töten. Nicht: Das Messer kann einen Menschen töten! Ist das Messer schlecht? Nein? Ach, ich sei schlecht? Wenn ich aber diesem Menschen zuvorgekommen bin, weil er im Begriff war, mich oder meine Lieben zu töten? Auch dann nicht, wenn ich keine Absicht hatte, ihn zu töten, sondern ihn nur unschädlich machen wollte, bis ich Hilfe holen kann?

Wer kann diese Frage mit Kopf, Herz und Seele eindeutig beantworten und sagen, er würde sich und seine Lieben lieber opfern, anstatt den Angreifer zu verletzen?

Doch zurück zu unseren Dingen, die gar nicht so hinter den Dingen existieren, sondern hinter unseren Ängsten.

Unser großen Sorgenkinder – die Märkte

Sonnenenergie. Unerschöpflich, unvergleichlich mehr Energie, als wir es auch im verschwenderischsten Leben mit unserer Technik nutzen könnten. Man müsste es nur sinnvoll anzapfen und in nutzbare Energie umwandeln. Man könnte das auch. Man kann das sogar. Sogar heute schon. Aber …

Es gibt einige Patente, die wohl verwahrt ihr tristes Dasein als eine lange Nummer eines Patentamts fristen und nicht praktisch umgesetzt werden. Sie könnten von Nutzen sein, für Pflanzen, für Tiere, für die Menschen. Aber …

Aber die Sonnenenergie würde die Existenz anderer Energieproduzenten gefährden. Dem stehen deren Aktien gegenüber.

Aber die patentierten Verfahren würden die Existenz anderer Pestizid-, Hormon- oder Antibiotikaproduzenten gefährden. Dem stehen deren Aktien gegenüber.

Man muss die Märkte beachten. Herrlich.

Man. Damit wird es schon mal entpersonalisiert. Also verdrängt.

Die Märkte. Sie sind so, sie regieren so. Es geht noch unpersönlicher.

Die Energien, der ET und die Rettung

Und weiter: Der Stau bildet sich, die Umverteilungsprobleme zwingen zu etwas, die Regierungen sind es, die Aktien schwächeln, das Geld wird knapper, das Wachstum verlangsamt sich. Vor Jahrhunderten und Jahrtausenden hatten wir die übermächtigen Götter, die mit unserem Schicksal spielten. Heute haben wir sie abgeschafft.

Heute haben wir eben diese unpersönlichen Märkte oder Staus, die uns das Leben so kompliziert machen. Wer macht sie aber, die Märkte und die Staus, wer ist ihr Urheber? Wie heißt der Gott, der uns das einbrockt?

Das Tollste aus dem globalen Tollhaus, falls uns ein Außerirdischer beobachten sollte: Die Energien verknappen sich. Würde ET lachen können oder doch weinen müssen angesichts dieses so offensichtlichen Widerspruchs und der ebenso offensichtlichen Verdrängung?

Das könnte allerdings ein Gutes haben. Von diesem Tollhaus würden die ETs eher Abstand nehmen und uns nicht nach der Independence-Day-Art heimsuchen. Kann sich denn ein ET sicher sein, dass dies keine ansteckende Krankheit oder eine Quarantänestation einer weiterentwickelten Zivilisation für Primitive ist?

Würde er uns als eine suizidale Spezies betrachten? Wie reagiert er dann? Darf er helfen oder verbietet ihm das eine der vielen galaktischen Direktiven?

Bleibt nur zu hoffen, dass seine ethische Entwicklung mit der technischen standgehalten hat, denn was machen wir mit den Tieren und Tierchen, die wir als gefährlich oder unnütz klassifizieren?

Spiritualität und Institutionen

Einen noch größeren und schädlicheren Widerspruch sehe ich in dem Versuch, Spiritualität und Glauben in ein menschliches Regelwerk zu pressen, einige mächtige weltumspannende Institutionen ins Leben zu rufen, damit sie den einzig wahren Glauben und den einzig wahren Gott mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln – auf Teufel komm raus? – verteidigen.

Dazu wurden Gerichte gehalten, es wurde verurteilt, gefoltert, verbrannt, enthauptet, gekreuzigt. Im Namen eines Gottes, im Namen der Liebe, im Namen des Glaubens.

Es wurde exkommuniziert und in die ewige Verdammnis portiert. Im Namen eines Gottes, im Namen der Liebe, im Namen des Glaubens.

Zumindest scheint die Hölle keine Energieprobleme zu haben. Sie muss über ein Perpetuum mobile verfügen, da ihre Energie ewiglich unerschöpflich ist. Und es muss Zahnärzte und Zahntechniker in der Hölle geben, soll doch dort das Zähneknirschen  ebenfalls ewiglich andauern.

Humor oder Sarkasmus kann schon sehr hilfreich sein.

Die Seelen und ihre Menschen

Den Seelen und ihren Menschen sei Dank, es gibt die Seele-Mensch-Gespanne, die keine Scheu vor dem Neuen haben, die um das Göttliche in jedem Menschen und jedem Lebewesen wissen. Einige unter ihnen versuchen, die Spiritualität und die Wissenschaft zu versöhnen, das Gemeinsame darin zu finden.

Einer dieser Menschen, der diese Welten zu vereinen versucht und Scheuklappen nicht sein Eigen nennt, wird in der spirituellen Analyse betrachtet. Klar, sie ist unwissenschaftlich. Aber spirituell. Und ohne Scheuklappen.

Jan Schneider, Autor

Herzlichst, Ihr / Dein
Jan
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