Seelenpartner erkennen, heißt auch, ihn nicht zu übersehen

Seelenpartner

Die unterschiedlichen Formen der Seelenpartnerschaften [1] wurden bereits angedeutet. Es gibt noch viele andere Möglichkeiten, ebenso haben wir kaum nur einen einzigen Seelenpartner, sondern sehr wahrscheinlich mehrere Seelen, mit denen wir karmisch verbunden [2] sind. Denn zu oft war unsere Seele in einem Körper inkarniert, zu viele enge Beziehungen zu anderen Seelen wurden aufgebaut, zu oft wurden diese Beziehungen intensiver.

Unter diesen Seelenpartnern gibt es Seelengefährten, mit denen die gemeinsamen Wege auf der positiven Seite gelebt werden. Es gibt darunter besondere Seelengefährten, die Lebensgefährten waren, sind oder es sein werden. Ist bereits die Dualseele dabei?

Weiterhin entstehen im Verlauf der Inkarnationen Seelengruppen, zu denen wir gehören. Auf der irdischen Ebene ist dies nicht immer die Ursprungsfamilie, denn oft finden wir den Anschluss an diese Gruppen erst im Laufe des Lebens.

Mutter, Vater, Ursprungsfamilie

In der Ursprungsfamilie werden primär Themen abgearbeitet, die mit den Eltern, insbesondere mit der Mutter, gelernt werden wollen. Manchmal fällt es sehr schwer, daran zu glauben, angesichts des die Liebe vermissenden Verhältnisses innerhalb einer Familie. Bei den Mystikern und aufgrund der Erfahrungen aus den Rückführungen gibt es zwischen der Mutter und dem Kind so gut wie immer eine karmische Verbindung. Bei dem Vater ist das nicht immer der Fall.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Mutter eine Seelenpartnerin ist, ist daher relativ hoch. Ein weniger herzliches Verhältnis zwischen der Mutter und dem Kind ist noch kein Gegenindiz, es gibt sehr viele Möglichkeiten und Gründe, warum diese beiden Menschen, obwohl doch auf der genetischen Ebene so stark miteinander verbunden, auf der Seelenebene sich das Leben schwer machen. Das kann sowohl von nur einem Seelenpartner ausgehen, als auch auf Gegenseitigkeit beruhen.

Hinweise darauf, dass es sich dabei in der Konstellation Mutter-Kind um karmische Verbindungen handelt, oder dass daraus karmische Verbindungen leicht entstehen oder sich festigen können, liefern die Schwangerschaftsrückführungen [3], in denen die Intensität der Mutter-Kind-Beziehung verdeutlicht wird, besonders wenn die Frage „Warum gerade diese Mutter?“ beleuchtet wird.

Die seelische Beziehung Mutter-Kind kann also von Spannungen gekennzeichnet sein, es kann ein besonderes Verhältnis zu den Großeltern bestehen, die Rolle des Vaters kann sehr viele Varianten aufweisen. Dieses Thema ist so wichtig und komplex, dass es in separaten Beiträgen behandelt wird.

Seelengruppen

Warum wir unsere Seelengruppen [4] in der Regel erst im reiferen Leben und außerhalb der Ursprungsfamilie finden, ist relativ einleuchtend. In der Ursprungsfamilie spielt die Mutter die Hauptrolle, was zwar die Zugehörigkeit zu einer Seelengruppe wahrscheinlich, sie aber nicht zwingend erforderlich macht.

Eine Seelengruppe zeichnen gemeinsame Interessen und gemeinsame Ziele im Leben aus, die in den vergangenen Inkarnationen entstanden und gefestigt worden sind.

Unsere authentischen Interessen und Ziele im Leben erkennen und leben wir erst im Verlauf oder nach dem Abschluss des Individuationsprozesses, zu dem die Abgrenzung zu den Eltern gehört. Erst wenn wir unsere eigenen Wege gehen, begegnen wir verstärkt den Menschen, die wir auf der Seelenebene bereits kennen.

Die Ursprungsfamilie kann es zwar, muss es aber nicht zwangsläufig sein, es muss auch nicht das Arbeitsumfeld sein. Wesentlich höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir unsere Seelengruppe in den Gruppen finden, in denen wir gemeinsamen Hobbys und Wissensbereichen nachgehen. Noch höher ist die Wahrscheinlichkeit, wenn es gemeinsame Aktivitäten sozialen Charakters sind.

In diesen Gruppen ist es daher sehr empfehlenswert, den Gedanken einer karmisch verbundenen Seelengruppe nicht außer Acht zu lassen. Auch nicht bei Gruppen, bei denen wir eher an eine Feindschaft denken!

Und Tiere?

Die Möglichkeit einer Seelenpartnerschaft zwischen uns Menschen und Tieren können wir nur dann ausschließen, wenn wir bei den Tieren die Existenz einer Seele ausschließen. Das fällt jedoch sehr schwer, wenn wir nicht nur mit offenen Augen und dem Verstand durchs Leben gehen und uns so unser Bild von der Welt beschränken, sondern hinter die Dinge schauen. Dann wissen wir: Tiere haben ihre Seele [5].

Diese Seelenpartnerschaft zwischen Mensch und Tier ist eine andere, als die zwischen zwei Menschen. Die Verantwortlichkeiten sind hier anders gelagert, die Themen können dennoch stark bis dramatisch sein, besonders wenn die Haustiere mit dundem Themenkreis Gesundheit und Krankheit in Verbindung gebracht werden.

Und wenn wir mit einer bestimmten Tierart oder einem bestimmten Tier starke Probleme haben, eine starke Abneigung verspüren? Oder wenn sogar ein Hass im Spiel ist? Nicht die Spinnen- oder eine andere Phobie ist hier gemeint, sondern ein besonderes Verhältnis beispielsweise zu einem Hund, einer Katze oder einem Pferd.

Natürlich kann es sich dabei um die Folge einer Begegnung als Kind handeln, in der wir Ängste oder Zuneigung entwickelt haben; das können wir einem nur auf die Ratio pochenden Menschen gegenüber eingestehen. Aber muss diese Begegnung in der Kindheit nur ein Zufall sein, oder fiel uns das zu, da es bereits ein karmisches Thema zwischen uns und dem Tier gibt?

Unbequeme oder böse Seelenpartner

Einige Beispiele für unbequeme Seelenpartner wurden bereits in »Die vielen Gesichter der Seelenpartnerschaften« [1] aufgeführt. Die unbequemen Seelenpartner sind hilfreich, weisen sie uns doch auf unsere Themen hin, die auf dem Lernplan unserer Seele in dieser Inkarnation stehen. Vielleicht sind sie uns noch nicht bewusst, vielleicht weigert sich noch der Verstand, diese Themen ernsthaft anzugehen. Und dann hilft uns ein Seelenpartner, indem er penetrant auf dieses Thema hindeutet, immer wieder den Finger in die Wunde legt oder unsere inneren Kinder zum Toben bringt.

Nicht seine Bosheit ist es dann. Ist es ein Seelenpartner, so ist das seine mit Liebe verbundene Sorge um den ihm nahestehenden Menschen, der immer noch auf Abwegen des Lebens wandert. Da sanfte Ermahnungen nicht fruchten, greift der Seelenpartner zu drastischeren Mitteln, um die Abwege bewusst zu machen.

Es ist für beide Partner schade, wenn der Grund dieser Sorge verkannt wird. Wenn wir erst nach dem Tod erkennen, warum wir gerade diese oder jene Probleme im Leben hatten.

Dann wird es nachvollziehbar, warum Probleme Probleme heißen und nicht Kontrableme.

Seelenpartner und Lebenspartner – Vorsicht mit Schwüren

Und wenn der Seelenpartner gleichzeitig unser Lebenspartner ist? Als Mensch wünschen wir uns natürlich eine von gegenseitiger Liebe und Wertschätzung geprägte Partnerschaft. Es ist schön und erfüllend, wenn es so ist, es kann die sprichwörtliche Hölle auf Erden werden, wenn die Liebe in ihrer Polarität gelebt wird, also im Hass. Auch wenn es schwerfällt, an eine Seelenpartnerschaft dabei zu glauben, ist das nicht so selten der Fall. Geht es in dieser Inkarnation um einen Ausgleich? Geht es um Vergebung, Verständnis? Um ein karmisches Loslassen?

Seelenpartnerschaften kann es für nur bestimmte Lernthemen geben. Sind diese Themen erfolgreich abgearbeitet, kann diese Seelenpartnerschaft fortbestehen, sie kann sich zu einer Seelengefährtenschaft hin entwickeln oder die Dualseele darin erkannt werden.

Es kann aber auch sein, dass der Sinn und Zweck dieser Seelenpartnerschaft erfüllt ist, beispielsweise die Vergebung, wenn nur ein Partner vergeben hat, was z. B. nach einer Trennung durchaus möglich ist, wohingegen der andere Partner in seinem Hass weiterhin einseitig gebunden ist. Dieser Partner kann seinen Hass ins nächste Leben mitnehmen und seinen ehemaligen Partner suchen. Er kann ihn durchaus finden, doch da der andere Partner kein Thema mehr mit ihm hat, ignoriert er den suchenden Partner. Kein schönes Schicksal.

Nach Trennungen sollten daher die negativen Emotionen abgearbeitet werden, damit wir sie nicht in weitere Leben mitnehmen. Sehr große Vorsicht ist mit Schwüren [6] jeglicher Art angebracht. Denn ob es nun die ewige Liebe sein soll oder die Rache; dieser Schwur kann komplizierte Inkarnationen nach sich ziehen, wenn der andere Partner wirklich abgeschlossen und losgelassen hat und kein Empfänger mehr für diese Energien ist.

Weitere Gesichter der Seelenpartnerschaft

Dieser Beitrag kann nur einen Überblick über die vielen Gesichter der Seelenpartnerschaften liefern. Diese und weitere Gesichter werden in separaten Beiträgen mit Beispielen aus dem Leben und der Rückführungspraxis behandelt.

Der vielen möglichen Formen einer Seelenpartnerschaft wegen, besteht die Kunst, den Seelenpartner zu finden auch darin, ihn nicht zu übersehen. Nicht suchen, sondern finden oder finden lassen ist daher der bessere Weg. Diese Themen bilden den Schwerpunkt des nächsten Beitrags dieser Reihe.

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[1] Die vielen Gesichter der Seelenpartnerschaften ... Seelenpartner nicht übersehen
[2] Man kann doch nur einen Seelenpartner haben - oder haben wir mehrere?
[3] Schwangerschaftsrückführung – die Mama in uns, ihr Einfluss auf unser Leben
[4] Seelenpartner, Seelengefährte, karmische Bindung, Seelenfamilie, Seelengruppe ...
[5] Die Tiere und ihre Seele
[6] Seelenpartner, Scheidung, Schwüre ... von unbedachten Worten zu karmischen Bindungen

Herzlichst, Ihr / Dein
Jan
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Jan Schneider, Autor