Können Seelenpartner-Tests helfen? Reife Seelen, Karma und Dharma

Seelenpartner

Mit dieser Frage wandte sich eine Fragestellerin erneut an mich und bat mich, ich möge diesmal doch öffentlich Stellung zu Seelenpartner-Tests beziehen, da sich in ihrem Umkreis mehrere Menschen mit dieser Frage beschäftigen würden.

Seelenpartner-Tests sind Seelen-Tests

Eine Seelenpartnerschaft ist eine Partnerschaft zwischen zwei Seelen. Sie wurde auf der Seelenebene geschlossen, auf der weltlichen Ebene wird sie gelebt, um hier zu lernen, was die Seelen vereinbart haben.

Ein Seelenpartner-Test versucht faktisch die Seele zu testen. Lässt das die Seele zu? Lässt sie sich mit einem Test hintergehen, wenn andere Methoden, an ihr Wissen heranzukommen, im Sande verlaufen?

Ich sehe in einem Seelen-Test schon den Versuch, die Seele auszutricksen.

Der Weisheit der Seele sei Dank, dass dies nicht möglich ist. Wir würden zu früh und nicht ausreichend vorbereitet mit Seelenbildern konfrontiert, sie würden unsere seelische, psychische und körperliche (Psychosomatik) Gesundheit gefährden.

Die Seele hat jedoch keine suizidalen Züge, sie hat ein großes Interesse daran, dass ihr Mensch gesund bleibt und sich den gemeinsamen Aufgaben widmen und lernen kann - auch gemeinsam mit dem Seelenpartner [1].

Womit quittiert die Seele einen Versuch, mit einem Test an ihr Wissen heranzukommen? Lächelt sie darüber? Oder konstatiert sie etwas traurig, dass ihr Mensch immer noch nicht bereit ist, einen ernsthaften Dialog mit ihr zu führen und spirituell reif an den Lernthemen zu arbeiten?

Aus den Rückführungen [2] oder Seelenantworten [3] weiß ich, dass nur ernsthaft gestellte und sorgsam ausformulierte Fragen an die Seele beantwortet werden. Die Seele weiß dann, dass ihr Mensch spirituell gereift ist, und gibt ihr Wissen gerne in der richtigen Portion im Bewusstsein preis.

Aussagekräftige Tests: eine anspruchsvolle Aufgabe

Es ist ausgesprochen schwierig, aussagekräftige Tests oder Umfragen zu erstellen. In meiner alten IT-Zeit arbeitete ich in einem Münchener Meinungsforschungsinstitut. Gleich zu Beginn der Arbeit an einem Test oder einer Umfrage wurden Psychologen und besonders ausgebildete Mitarbeiter mit der Ausformulierung der Fragen beauftragt.

Die Test-Fragen sollen die tatsächlichen Wünsche, Sorgen, Gedanken, Meinungen, Pläne etc. der Befragten erkennen lassen. Natürlich wussten oder ahnten die Verantwortlichen des Instituts, welches Ergebnis eines Tests oder einer Umfrage im Sinne der Auftraggeber wäre.

Damit wäre es ein Leichtes, die Fragen so zu formulieren, dass die Antworten bevorzugt in diesem Sinne ausfallen würden. Man nennt das Suggestivfragen. Das ist jedoch weder im Sinne der Meinungsforscher noch der Auftraggeber.

Folgen auf der irdischen Ebene

Würde der Auftraggeber aufgrund eines solchen Tests  unternehmerische Entscheidungen fällen, kann das nur negative Folgen haben. Er würde seine Ressourcen in falsche Produkte oder Dienstleistungen investieren, die nicht nachgefragt werden. Für das Institut wären die Folgen ebenfalls negativ, denn dieses erhält sicher keine weiteren Aufträge mehr.

Nicht nur der geschädigte Auftraggeber würde dieses Institut meiden, sondern auch andere potentielle Auftraggeber, denn diese Arbeitsweise würde nicht geheim gehalten werden können. Ganz abgesehen davon, dass das Institut mit einem Schreiben der Auftraggeber-Anwälte rechnen müsste, welches ein aufwendiges und kostspieliges Kampffeld eröffnen würde.

Das wäre aber nur gut und recht, denn das nennt sich Verantwortung. Verantwortung, die der Mensch für sein Handeln trägt, und die er nicht auf andere übertragen kann.

Folgen auf der seelischen (spirituellen) Ebene

Suggestivfragen, also Fragen, die die Antworten in eine bestimmte Richtung lenken, sind auch hier ein Leichtes. Will ich, dass der Befragte sich als eine alte Seele erkennt? Wer sich mit der Spiritualität beschäftigt, weiß um diese Kennzeichen. Menschlich, allzu menschlich, dass er lieber eine ältere Seele oder ein guter Seelenpartner ist. Daher kann ich die Fragen entsprechend formulieren.

Bei der Beantwortung dieser Fragen spielt immer der Wunsch mit, ob bewusst oder unbewusst, ist nicht von Bedeutung. Und so werden die Antworten durch diese raffinierten aber dem Fragesteller bewussten Spiele des Verstandes beeinflusst.

Eingangs erwähnte ich die mögliche Trauer der Seele darüber, wenn ihr Mensch nicht verantwortungsvoll mit ihr reden will, sondern sie zu testen versucht. Wenn bedacht wird, dass die Zeit der Seele eine ganz andere als die menschliche Zeit ist, so wird sie sich vielleicht sagen, vermenschlichen wir sie nochmals: „Ok, dann das nächste Mal.“

Dieses nächste Mal kann auch eine der Folge-Inkarnationen sein.

Seelenpartner-Tests und Mitverantwortung

Der Ersteller eines Seelen- oder Seelenpartner-Tests verfolgt bestimmte Absichten. Als ein spirituell bewandter Mensch weiß er aber darum. Er sollte daher die Verantwortung für die Folgen seines Tests beachten.

Natürlich ist es die Verantwortung des einzelnen Menschen, der aufgrund eines Tests bestimmte Wege in seinem Leben einschlägt. Auch er kann sich dem nicht entziehen, indem er auf einen Test verweist.

Der Test-Ersteller hat aber eine Mitverantwortung dafür.

Reife Seelen

Der seriöse irdische Auftraggeber ist mit einer reifen Seele vergleichbar. Beide wollen nicht getäuscht werden, beide stellen sich dem Status quo, ob das die Märkte oder die eigenen Schatten sind. Beide haben ein echtes Interesse an Informationen, die möglichst gut der sogenannten Wahrheit entsprechen.

Das ist sicher schwieriger, als ein paar Antworten zu geben oder sie anzukreuzen. Doch steigert das die Chance auf Antworten, die im Leben tatsächlich helfen und nicht nur den Verstand mit seinem Wunschdenken kurzfristig befriedigen.

Die gereifte Seele will, dass die Schattenseiten bekannt sind. Wie sonst soll sie denn lernen, wenn die Lernthemen verdrängt werden? So tun, als wären sie bereits abgearbeitet, das ist nicht ihre Methode. Das ist eine Methode, die der Verstand ihres Menschen gerne benutzt.

Und die Seele des Test-Erstellers? Mitverantwortung klingt zunächst leichter als Verantwortung. Wenn aber bedacht wird, dass sich der Seelen- oder Seelenpartner-Test-Ersteller für reifer hält, wird er auch mit reiferen Maßstäben bewertet.

Dazu sind keine Anwälte oder Märkte erforderlich, dafür sorgt die Seele selbst. Spätestens im nächsten Zwischenleben.

Karma und Dharma

Das wird dann aber keine Strafe sein. Es wird Karma sein.

Alte Seelen wissen das und beachten es bei ihrem Tun. Sie haben genug an abzuarbeitendem Karma, sie wissen, dass sie bereits Opfer und Täter waren. Sie arbeiten lieber an dem förderlichen Karma und beachten das, was Dharma genannt wird.

Seelen- oder Seelenpartner-Tests? Ich kann keine allgemeine Empfehlung dafür geben. Sehr wohl aber für eine ehrliche Arbeit an dem inneren Dialog mit der eigenen Seele im Vertrauen auf ihre Weisheit. Und der Weisheit der Seele können wir vertrauen, ist sie doch unsere Verbindung zum Göttlichen hin.

Wollen wir eventuell mit einem Seelen- oder Seelenpartner-Test das Göttliche testen?

Einen Seelenpartner austesten, damit sind die Seelen nicht einverstanden. Den Seelenpartner bewusst erkennen, wenn das ein ernster und verantwortungsvoller Wunsch, das kann gelingen - z. B. mit den Augen als dem Fenster der Seele [4]

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Links zum Beitrag
[1] Seelenpartner - Gemeinsam Liebe lernen
[2] Wenn die Seele spricht – Seelenantworten in Rückführungen
[3] Spiritualität und Seelenantworten in geführten Bilderreisen
[4] Seelenpartner und karmische Bindungen erkennen - Die Augen und die Seele
Nachlese zu Seelenpartner-Tests: Tarot, Ouija-Board, Pendel, Fragebogen ...

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Jan Schneider, Autor