Warum ist bei Liebe so oft vom Lernen die Rede?

Seelenpartner lernen

Aus dem Kontext dieser beliebten Seelenpartner-Frage geht hervor, dass das Lernen negativ eingefärbt ist und nicht so gerne im Zusammenhang mit einem Seelenpartner gesehen wird. Das ist recht nachvollziehbar, wenn Lernen Assoziationen an die Schule weckt.

Das Lernen mit dem Seelenpartner lässt sich jedoch nicht mit dem Lernen in der Schule vergleichen.

Die Liebe lernen - gemeinsam

Die schlechte Nachricht: Liebe und Partnerschaften sind Lernen. Die gute Nachricht: Liebe und Partnerschaften sind Lernen. Kein Widerspruch ist das, es ist es eine gute Nachricht, wenn der Grund, die Art und das Ziel des Lernens in Partnerschaften bewusster werden. Denn die Partner, auch Seelenpartner, wollen alle Arten der Liebe [1] - Eros (Sexualität), Philia (Freundschaft) und Agape (göttliche Liebe) - gemeinsam lernen [2].

So sehr die Bibel an vielen Stellen an die sehr irdischen Interessen angepasst wurde, ein weises Buch ist sie dennoch, wenn beim Lesen nach dem Kern oder der ursprünglicheren Bedeutung gesucht wird. Es gibt in ihr viele Sätze, die die Bedeutung der Liebe beschreiben. Einer davon (1.Korinther 13,2): „Und wenn ich weissagen könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, also dass ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts.

Die Erde ist der Ort des Lernens, an dem wir die Polaritäten und Dualitäten - z. B. das Weibliche und das Männliche verbinden und beides wertschätzen [3] - lernen können, bis wir sie irgendwann, sicher noch nicht morgen, als eine Einheit begreifen werden. So problematisch sie in unserem Leben sein können, so sehr sind sie ein guter Grund für die Inkarnation auf unserem Blauen Planeten. Das Lernen aller Arten der Liebe ist ebenfalls ein sehr guter Inkarnationsgrund; das würde jede Seele sofort bestätigen, wenn wir sie nur direkt fragen könnten.

Freude, Glück, Lust lernen

Ja, auch das will gelernt sein. Es ist meist ein sehr dorniger Weg, bis wir begreifen, dass wir uns selbst im Wege stehen, wenn es sich um Freude, Glück, Lust und ähnliche schöne Dinge des Lebens handelt.

Dafür gibt es offensichtliche irdische Gründe. Viele Eltern haben uns so erzogen. Verurteilen sollten wir sie deswegen nicht, wir wissen nicht, welche Erziehung sie haben erleiden müssen.

Und es gibt weniger offensichtliche Gründe. Einige Institutionen haben uns so erzogen, dass wir uns diese schönen Seiten des Lebens nicht erlauben. Dass wir sie, wenn überhaupt, erst in einem ominösen Himmel erwarten dürfen. Falls ein vorgeblich liebender Gott entschieden hat, dass wir zu den Auserwählten gehören. Oder würfelt er?

Doch es geht noch weiter. Aus unseren Vorleben tragen wir Erinnerungen an Taten in uns, die wir heute weder begreifen noch wiederholen können. Denn wir haben inzwischen mehr zu lieben gelernt. Dennoch versuchen wir, diese alten Taten mit den heutigen Maßstäben zu bewerten. Und voilà: Schon bestrafen wir uns, indem wir uns kein Glück und keine Freude erlauben.

Einsicht und Vergeben lernen

Theoretisch könnten wir vieles allein lernen, doch versuchen wir es mal beispielsweise mit dem Loslassen. Mit dem Seelenpartner geht manches intensiver und sehr liebevoll. In den Seelenpartner-Beiträgen war bereits die Rede davon, dass wir uns in den Vorleben die Köpfe eingeschlagen haben und manchmal unser Seelenpartner daran beteiligt war - s. „Seelenpartner als Opfer und Täter - Liebe, wo sie nicht vermutet wird“ [4]. Da wird ein weiteres Lernen erforderlich: das Vergeben.

Vergeben können gehört zu den wichtigsten und gleichzeitig schwierigsten Lernthemen der Seelen. Gerade hier ist ein gemeinsames Lernen mit dem Seelenpartner nicht nur wirkungsvoll, sondern auch Liebe pur. Stellen wir es uns doch vor: Wir können unserem Seelenpartner vergeben, weil uns seine Liebe hinter seiner für uns schmerzvollen oder grausamen Tat anno dazumal bewusst wird?! Die Meisterschaft besteht allerdings darin, ohne Gründe zu vergeben. So bedingungslos, wie es die Agape kann.

Die Beiträge „Seelenpartner im Hintergrund, Loslassen, Vergeben“ [4] und „Höllische Qualen? Seelenpartnerschaften und karmische Beziehungen“ [5] gehen auf dieses Thema ausführlicher ein. Das so wichtige und schöne Thema Vergeben wird noch in weiteren Seelenpartner-Beiträgen behandelt.

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Links zum Beitrag
[1] Liebe und Seele: Eros (Begehren, Sexualität), Philia (Freundschaft) und Agape (göttlich)
[2] Seelenpartner - Gemeinsam Liebe lernen
[3] Frauen kommen von der Erde – Männer auch ...
[4] Seelenpartner als Opfer und Täter - Liebe, wo sie nicht vermutet wird
[5]
Seelenpartner im Hintergrund, Loslassen, Vergeben ...
[6] Höllische Qualen - Seelenpartnerschaften, karmische Beziehungen und Bindungen

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Jan Schneider, Autor