Die Seele und die Geschlechter: Was ist meine Aufgabe als der weibliche Seelenpartner?

Seelenpartner

Zu männlichen Seelenpartnern:

Diese Frage kann gut und gerne durch eine ähnliche ersetzt werden: Welche Aufgaben hat die Frau in einer Partnerschaft? Klingt diese Frage etwas seltsam, provokant vielleicht oder ruft sie Widersprüche hervor?

Gut so, denn ähnlich verhält es sich mit den Seelenpartnern. Mit der fortschreitenden Reife der Menschen, im Endeffekt der menschlichen Seelen, verliert die Geschlechter-Polarität im irdischen Leben an ihrer Brisanz.

So nimmt es nicht wunder, dass die typischen Männer- und Frauenrollen immer stärker hinterfragt werden und nach anderen und paritätischen Formen des Zusammenlebens der Geschlechter [1] gesucht wird. Die gleiche Augenhöhe [2] ist gefragt.

Sexualität, Untreue und Erdulden

Es gibt auch nicht den typischen männlichen Seelenpartner oder die typische weibliche Seelenpartnerin, ergo keine typisch männlichen oder weiblichen Aufgaben. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Das Erarbeiten eines gesunden und starken Selbstwerts oder die Machtthemen sind nicht an das Geschlecht gebunden.

Untreue [3], die es auch auf der nicht-körperlichen Ebene geben kann, ist nicht typisch männlich oder weiblich. Kein Geschlecht hat ein größeres Recht dazu, auch wenn man hier und da noch solches vernehmen kann.

Es ist auch keine Aufgabe, das sexuelle Interesse des Partners an anderen zu erdulden und sich daher in Geduld und im Verständnis üben zu müssen. Eine grauenvolle Vorstellung! Eine Vorstellung, die leider immer noch im Repertoire der Erklärungsversuche im Grunde genommen sehr unglücklicher Menschen zu finden ist, da sie in diesem Stadium keine liebevolle Beziehung leben können.

Es ist ein überholtes Denken; und Denken eben, nicht Fühlen, es ist der Verstand, nicht Herz und Seele. Oder es ist die Folge erlittener Verletzungen, die jedoch nie auf diese Art und Weise geheilt werden. Die Lernaufgaben in solchen Konstellationen sind ganz anderer Natur.

Ganz abgesehen von der entscheidenden Frage, ob es sich hierbei tatsächlich um Seelenpartner handelt.

Geschlechtliche Unterschiede

Durch die Inkarnation in einem weiblichen oder männlichen Körper ergeben sich natürlich gewisse Unterschiede. Auch wenn das zu banal klingt – Männer können nun mal keine Kinder gebären. Aber jede Seele macht die Erfahrungen des Gebärens und das sicher nicht nur einmal und dann nie wieder, weil es zu schmerzhaft war. Die Seele überspringt keinen einzigen Lernpunkt.

Es ist ein Zeichen einer gewissen Seelenreife, wenn die Seele ihren Seelenpartner treffen und mit ihm lernen will, und wenn nicht Rache oder Ähnliches der Beweggrund dafür ist. Nebenbei: Zu den Lernthemen gehört auch die Erlaubnis zum Glücklichsein.

Niemand muss leiden, auch nicht der Seelenpartner [4], weder der weibliche noch der männliche. Das Leid als ein erstrebenswertes Lebenskonzept ist nur in fehlgeleiteten Gruppierungen zu finden oder in religiösen Institutionen, die damit ihre machtpolitischen Ziele verfolgen – und das sind gewiss keine spirituellen.

Seelen und Geschlechter?

Und haben die Seelen ein Geschlecht? Es gibt in den Inkarnationen bevorzugte Geschlechter allerdings nur über eine endliche Anzahl von Inkarnationen hinweg. Zwischenzeitlich kann die Seele das inkarnierte Geschlecht wechseln, wenn sie das als erforderlich zum Bewältigen einer Aufgabe erachtet. Über längere Zeiträume hinweg halten sich jedoch die männlichen und weiblichen Inkarnationen die Waage. Nur so lernen wir als Seelen beide Seiten der Geschlechter-Polarität so gut kennen, dass wir sie irgendwann überwinden können. Doch das ist eine noch sehr ferne Zeit.

Was deine konkreten Aufgaben in dieser Seelenpartnerschaft sind, darüber entscheidet nur deine eigene Seele. Oder sie hat es bereits entschieden und ist gerade mit dem Lernen beschäftigt. Die Frage muss daher lauten:

Was will ich jetzt und in dieser Seelenpartnerschaft lernen?

Die Antwort darauf ist so individuell, wie du es bist, liebe Fragestellerin, und daher nur deiner Seele zu entlocken. Und vergiss bitte nicht:

Das Leid steht nie auf dem Lernplan einer Seele.

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Links zum Beitrag
[1] Frauen kommen von der Erde – Männer auch
[2] Den Seelenpartner sicher erkennen: Liebe, die zum Erkennen verhilft und
      Seelenpartner und Augenhöhe
[3] Seelenpartner: Dreierbeziehungen – nicht nur der sexuellen Art (Teil 1)
[4] Nicht Verlust, Leid, Tod, Scheiden, Schwur, sondern ... Liebe

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Jan Schneider, Autor