Ein Plädoyer für das (numerologische) Krafttier Wildpferd

Krafttier Wildpferd

Treffen sich ein Wildpferd und ein Adler. Was der Beginn eines Witzes sein könnte, bringt diese beiden Krafttiere nicht zum Lachen, sondern zu der Überzeugung, dass sie in einer Hinsicht Leidensgenossen sind: Sie werden von den anderen des Egoismus bezichtigt.

So lassen wir mal diese beiden Krafttiere sich über das Ego auszutauschen. Sie werden dann feststellen, dass sie von den anderen einerseits beneidet werden, weil sie ein starkes Ego hätten. Andererseits werden sie als Egoisten, Sonderlinge, Eigenbrötler betrachtet. Dabei können und wollen beide ihr Ego auch für die anderen einsetzen. Für den Adler wurde bereits ein Plädoyer gehalten; nun soll für das Wildpferd eine Lanze gebrochen werden.

Wildpferd und Egoismus?

Beginnen wir mit den Egoismusvorwürfen. Das Wildpferd halte sich nicht an die Regeln, es gehe seine eigenen Wege, es nehme sich Freiheiten heraus, die die anderen nicht hätten, es verlasse immer wieder die anderen. Ja, manchmal gefährde es sogar die anderen mit seinen unüberlegten und spontanen Aktionen. Gut, es ist ein möglicher Blickwinkel auf die Eigenschaften des Wildpferds. Doch lassen sich diese Qualitäten auch in einem anderen Licht betrachten.

Das Wildpferd würde sich nicht an die Regeln halten. Aber sind denn alle Regeln für alle Ewigkeit gültig? Leben wir in einer unveränderbaren Welt? Es gibt sicher moralisch-ethische Regeln, die nicht übertreten werden sollten. Doch sehr viele Regeln sind von den Lebensumständen abhängig und verändern sich mit ihnen. Wer hat nun den Mut, als Erster auszutesten, ob nicht eine neue Regel angebracht ist? Das Wildpferd kann und tut es.

Das Wildpferd würde seine eigenen Wege gehen. Sollte das nicht jedes Lebewesen? Hier gibt das Wildpferd den anderen Mut dazu, die eigenen Wege einzuschlagen. Wer das Wildpferd dabei genauer beobachtet, erkennt unschwer, dass es dabei die Interessen der Herde nicht verletzt, dass es der Herde nicht schadet. Die eigenen Wege des Wildpferds führen dazu, dass neue und unbekannte Wege und Möglichkeiten entdeckt werden, die dann auch von den anderen gefahrloser gegangen werden können.

Das Wildpferd würde sich Freiheiten herausnehmen. Das muss jedoch so sein, denn sonst könnte es nicht die neuen Wege ausprobieren. Diese Freiheiten sind auch mit Risiken verbunden, wenn neue Wege erforscht werden. Das Wildpferd bekommt es zu spüren, wenn diese Wege sich als eine Sackgasse erweisen oder zu gefährlich sind, und erspart somit diese Erfahrungen den anderen in seiner Herde.

Das Wildpferd und die Seinen

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Wildpferd, Ausgrenzung und Mobbing

Mobbing ist ein hartes Wort und lässt aufhorchen. Besonders dann, wenn es in Verbindung mit einem Wildpferd gebraucht wird. Nun vielleicht das Überraschende: Das Wildpferd ist eher auf der passiven Seite des Mobbings zu finden! Warum?

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Nicht Entweder-oder, sondern Sowohl-als-auch

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Das Wildpferd, die Sehnsucht und die Spiritualität

Krafttiere-Kreis

Jede Zahl hat im numerologischen Kreis (s. rechts) eine gegenüberliegende Zahl. Diese beiden Zahlen bilden eine Achse, die in den numerologischen Numeroskop-Analysen differenzierte Aussagen bezogen auf das Leben der Fähigkeiten und Talente ermöglicht.

Jeder Archetypus hat eine innere Sehnsucht nach der gegenüberliegenden Zahl, denn er spürt, dass er durch die Integration dieser Spiegelfähigkeiten das Leben kraftvoller leben kann. Jedem Archetypus steht daher die Möglichkeit offen, nicht nur seine Qualitäten zu leben und für sich einzusetzen, sondern auch die seines Spiegeltypus.

Die Integration der Achsenzahl und ihrer Qualitäten macht nicht nur das Leben reicher und kraftvoller, es ist auch eine sehr gute Entwicklungsstufe auf der Suche nach dem Göttlichen. Es bildet eine menschliche und greifbare Zwischenstufe in jeder Inkarnation auf dem langen Weg dorthin.

Das Wildpferd bildet bei den Archetypen eine Ausnahme. Nicht weil es keine Spiegelzahl und somit keine Achse hätte. Die Ausnahme besteht darin, dass es auf keine menschliche und greifbare Zwischenstufe zurückgreifen kann, denn seine Achsenzahl ist nicht menschlicher, sondern göttlicher Natur. Es ist nämlich die Zahl 0.

Das soziale Ego des Wildpferds

Nun wird es klarer, warum das Wildpferd die Grenzen sprengen kann. Doch geht damit eine Verpflichtung zu einem verantwortungsvollen und ethischen Handeln einher. Es muss auch darauf achten, dass es nicht einem Pessimismus oder sogar Fatalismus verfällt, da alles vorherbestimmt sei, und es daher nichts tun könne.

Es ist wahrlich nicht leicht, mit einer göttlichen Achsenzahl zu leben. Das Wildpferd benötigt sehr viel Selbstdisziplin, um die Grenzen verantwortungsvoll zu sprengen und mit der inneren Sehnsucht nach der so unerreichbar scheinenden Achsenzahl das Leben zu meistern.

Dafür ist ein starkes und verantwortungsbewusstes Ego [1] erforderlich. Lebt das Wildpferd dieses Ego, so geschieht das zum eigenen Wohl und zum Wohl der anderen.

Es ist nicht nur Jux und Tollerei, wenn ein Wildpferd einem Zaun mit weniger Respekt begegnet.

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Links zum Beitrag
Das Wildpferd - Das Krafttier des Archetypus 5
[1] Vom guten Ego - Fragen an und über das Ego

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Jan Schneider, Autor