Ein Plädoyer für das Krafttier Fuchs - Ein Lehrmeister des Herzens

Krafttier Fuchs

Die Herkunft des Wortes „fuchsteufelswild“ ist nicht gesichert. Die Etymologen gehen dabei nur wenige Jahrhunderte zurück, doch ist die Verbindung des Fuchses mit dem Teufel deutlich älter. Keine sehr schmeichelhafte Verbindung, die der Fuchs nicht nur seinem rötlichen Fell zu verdanken hat, welches über das Rot des Feuers zum ewigen Feuer des Teufels führt.

Ist diese Verbindung wirklich gerechtfertigt?

Der Fuchs in Aesops Fabeln

Gut ein halbes Jahrtausend vor Christus wurde der Fuchs in Aesops Fabeln noch differenzierter betrachtet. In der Fabel „Der Fuchs und der Holzhacker“ lehrt er die Übereinstimmung zwischen dem Wort und der Tat. In „Der Fuchs und der Esel“ entlarvt der Fuchs den prahlsüchtigen Esel, der sich eine Löwenhaut überzieht – eine frühe Variante des Schmückens mit fremden Federn? In „Der Löwe, der Fuchs und der Esel“ rettet ihm seine Schläue das Leben, und in „Der Löwe und der Bär“ beweist er, dass sich nur der Dritte freut, wenn zwei sich streiten. Zumindest wenn der Dritte klug bleibt und nicht eingreift.

In mehreren anderen Fabeln muss er allerdings als ein Sinnbild des listigen, hinterhältigen und verschlagenen Menschen herhalten. Das eher negative Bild des Fuchses erobert das spätere Europa und hält sich sehr lange fest.

Herodes, der Teufel und der Fuchs

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Reineke Fuchs

Goethes Reineke Fuchs ist definitiv kein Sympathieträger. Das sollte er zumindest nicht sein. Oder nicht mehr. Aber betrachten wir ihn mal von zwei Blickwinkeln. Zunächst belegt Reineke Fuchs, dass Schläue und List gewinnen und ein fragwürdiger Umgang mit der Wahrheit, man kann auch ruhig sagen, dreistes Belügen, die Oberhand behält.

Ein sehr guter Lehrer war und ist er trotzdem, da er ein entlarvendes Spiegelbild mancher menschlichen Qualitäten der sehr fragwürdigen Art liefert. Und sicher wird es noch Menschen geben, die in Reinekes Taten für sie Vorbildliches sehen wollen und können.

Unsere Seelen sind jedoch zum Lernen da, und da erweist sich Reineke Fuchs – so oder so – als ein sogar sehr guter Lehrer und Mahner, wenn wir den Mut haben, in seinen Spiegel zu blicken.

Grimmscher Tiergarten: Pferd, Löwe, Wolf, Katze und Fuchs

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Der Fuchs und das Pferd – und ein Gnadenhof

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Der alte Löwe und der Fuchs

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Der Wolf und der Fuchs

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Der Fuchs und die Katze

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Der Fuchs als der Lehrmeister des Herzens

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Der kleine Prinz und der Lehrer des Herzens

Die Rede ist natürlich von Antoine de Saint-Exupéry und seinem 1943 erschienenen modernen Märchen „Der kleine Prinz“. In diesem Märchen verrät der Fuchs dem kleinen Prinzen ein Geheimnis: „"Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

Hören wir zum Abschluss dem Fuchs als einem Lehrmeister des Herzens nochmals zu: „Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgend etwas kennenzulernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr.“

Und: „Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“

Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn nach diesen Worten die Staatsanwaltschaft dennoch ihr Plädoyer gegen den Fuchs halten möchte.

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Links zum Beitrag
[1] Der Fuchs - Das Krafttier des Archetypus 7
Kann ich meinen Seelenpartner an seinen Augen erkennen ...?

Jan Schneider, Autor

Herzlichst, Ihr / Dein
Jan
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