Chart-Erläuterungen: Karmische/Systemische Aufträge

Durch unsere Geburt werden wir in ein Familiensystem hineingeboren. Dieses System ist unsere Ursprungsfamilie und besteht aus den Eltern und dem Kind. Natürlich gehören zum System auch die vorhergegangenen Mitglieder, unsere Ahnen. Ein System ist daher generationsübergreifend. In den Charts „Karmische/Systemische Aufträge“ werden jedoch nur das Kind und seine Eltern beleuchtet.

Durch Erziehung und antrainierte Verhaltensweisen werden die innersten Wünsche der Eltern verschleiert vermittelt. Das darf jedoch nicht bewertet werden, denn das gilt für die Kinder ebenso, wenn sie Eltern werden sollten. Daher kommt es oft zu Widersprüchen und zum Kampf, denn die Seele spürt die verborgenen Wünsche der Eltern und sieht somit die Diskrepanz zwischen dem gesprochenen Wort und der Botschaft dahinter.

Die nicht gelösten Aufgaben und unerfüllten Wünsche unserer Eltern

Durch Erziehung und (erzwungene) Anpassung konnten unsere Eltern eventuell nicht das umsetzen, was sie sich selbst wünschten und geben diese Wünsche unbewusst an uns weiter.

Uns als Kind ist das nicht bewusst. In der Tiefe unserer Seele wollen wir jedoch den Vorgaben unserer Eltern entsprechen. Oft ist es aber so, dass wir im Leben gerade dieses System unserer Eltern bekämpfen. Da wir aber durch unsere Geburt ein Teil dieses Systems geworden sind, bekämpfen wir somit uns selbst. Wir kämpfen gegen uns selbst!

Durch das Erkennen was Mama und Papa sich wirklich für uns wünschen, kann der Kampf mit unseren Eltern beendet und somit der Weg zur Versöhnung beschritten werden. Wir können auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn wir die Eltern im Rücken haben, d. h., wenn wir uns nicht anmaßen, besser und größer zu sein als sie. Die richtige Positionierung ist hierbei entscheidend, um das System in diese natürliche Ordnung zu bringen, denn nur so können wir die unterstützende Kraft unserer Eltern annehmen und so uns den Rücken stärken lassen.

Das Erkennen dieser Zusammenhänge und somit die Versöhnung mit den Eltern ist auch dann möglich, wenn die Eltern nicht mehr leben sollten. Ebenso in Fällen, in denen diese Aussöhnung nur einseitig erfolgen kann, da es keine Kontakte zwischen dem Kind und den Eltern gibt oder ein Elternteil dem Kind als Strafe(?) sagt „Du bist nicht (mehr) mein Kind!“

Unser persönlicher Auftrag

Mit diesem Zahlenpotenzial werden wir von unserer Umwelt wahrgenommen. So sind wir und so wirken wir auf die anderen Menschen. Bewusst haben wir oft eine ganz andere Sicht von uns selbst.

Seelenauftrag der Mutter

Hier gibt die Mutter ihren weiblichen Auftrag an das Kind weiter, mit der unbewussten Bitte, diesen Seelenauftrag zu erfüllen. So empfinden und so fühlen wir. Es ist sehr wichtig, dass wir uns aufgrund dieser Zahlen vergegenwärtigen, dass es etwas von der Mama ist, nicht von uns.

Handlungsauftrag des Vaters

Hier gibt der Vater dem Kind den Auftrag im Außen und auf der materiellen Ebene, so zu handeln. Diese Art des Handelns hält der Vater für richtig und notwendig, um im Leben erfolgreich sein zu können. So drücken wir uns also aus und so handeln wir. Und nicht immer ist es uns bewusst, dass diese Vorgehensweise die des Vaters ist.

Wie mit den Aufträgen umgehen?

Entscheidend ist es zunächst, dass uns das Prinzip der unbewussten Aufträge der Eltern bewusst wird. Alleine das hilft schon dabei, die Eltern besser zu verstehen oder sich die Widersprüche zwischen ihren Worten und den Empfindungen unserer Seele zu erklären.

Wenn wir die konkreten Aufträge der Eltern kennen, können wir in uns hineinhören und diese von außen auf uns herangetragenen Lebensziele beleuchten. Beleuchten bedeutet in diesem Fall, dass wir allein entscheiden, welche dieser Ziele wir selbst gutheißen und übernehmen können und wollen.

Ziele, die unserem Empfinden widersprechen, können wir nach und nach bei Mama und Papa lassen. Denn nun ist es uns bewusst, das dies nicht unsere eigenen Ziele sind, sondern die der Eltern.

Der korrekte Umgang lautet daher: Was für mich richtig ist, das übernehme ich, alles andere lasse ich bei euch.

Genogramm- und Trigon-Darstellung

In dem Genogramm-Chart werden die karmisch/systemischen Aspekte in Form eines Genogramms dargestellt. Das Genogramm ähnelt einem Stammbaum, kann jedoch um emotionale, soziale etc. Aspekte erweitert werden. Daher auch die in den Genogrammen übliche Darstellungsweise der Eltern, also der Vater zuerst (links) und dann (rechts) die Mutter.

Die Trigon-Darstellung beinhaltet identische Aussagen, wie das Genogramm. Diese Qualitäten werden jedoch in Form eines Dreiecks (Trigons) dargestellt. In NumeraViva bilden die Eltern die Basis des Trigons und die Mutter wird zuerst (links) dargestellt.