Menschliches, Nichtmenschliches; ein Intermezzo zu »Mensch, Tier, Pflanze, Seele, Bewusstsein, Speziesismus«

Fleisch

Nichtmenschlich und unmenschlich sind keine Synonyme; es gibt gravierende Unterschiede zwischen diesen Begriffen.

Unmenschliches

Unmenschliches gibt es auf dieser Erde zuhauf. Bemerkenswert, dass gerade das menschliche Leben für das Unmenschliche sorgt. Bei der Betrachtung des Nachthimmels oder aufgrund mancher Nachrichten dieser Welt wandern meine Gedanken oft zu einem Extraterrestrischen, der die Erde und ihre Verwalterspezies betrachtet. Meine Hoffnung ist, andere Zivilisationen im Weltall erreichen die technologische Phase der interstellaren Reisen nicht, wenn ihre moralisch-ethische Entwicklung hinterherhinkt.

Die Hoffnung ist also, dass nur die Zivilisationen der interstellaren Reisen fähig sind, die moralisch-ethisch signifikant weiter entwickelt sind, als der Homo sapiens der Gegenwart.

Man stelle sich diesen Homo sapiens vor, sollte er sich heute schon in der Milchstraße ausbreiten können. Wie geht er mit anderen Zivilisationen um, sollten sie im Besitz von beispielsweise Rohstoffen sein, die der Mensch begehrenswert findet? Wie geht er mit anderen Zivilisationen um, sollte er ihren evolutionären Entwicklungsstand für bescheiden deklarieren?

Sind wir moralisch-ethisch wesentlich weiterentwickelt im Vergleich zum 19., 20. oder auch dem noch jungen 21. Jahrhundert? Wie gingen und gehen wir in dieser Zeit mit den indigenen Völkern um, mit den Tieren, den Ressourcen der Erde? Wem gestehen wir diese Ressourcen zu? Dem Leben oder der arroganten Krone der Schöpfung, die sich die Erde untertan machen dürfe, wie es ihr eine der alten Glaubensinstitutionen suggeriert?

»Nicht menschlich« versus »nichtmenschlich«

»Unmenschlich« ist eine emotionale negative Wertung. Der Duden versteht darunter Grausamkeiten gegen Menschen und Tiere und dies ohne Mitgefühl.

Mit »nichtmenschlich« hingegen hat der Duden Probleme und schlägt die Schreibweise »nicht menschlich« vor. Lediglich »Nichtmenschliches« kennt er insofern, da er damit den Anthropomorphismus erklärt als die Übertragung menschlicher Eigenschaften auf Nichtmenschliches.

»Nicht menschlich« ist ein sachlicher, neutraler, also ein wertfreier Terminus, der sich auf alles bezieht, was mit dem Menschen nichts gemein hat. »Nicht menschlich« kann somit auf Tiere angewandt werden.

Kann, muss es aber nicht, was zu den Tieren und zu »nichtmenschlich« führt.

Nichtmenschliche Tiere

Fortsetzung folgt.

Jan Schneider, Autor

Herzlichst, Ihr / Dein
Jan
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