Samstags-Newsletter Nr. 130, Fragen und Antworten

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich begrüße Sie herzlich zu meinem samstäglichen Newsletter. Nach dem 111. Newsletter mache ich diese zehnfache 13 zum zweiten Special-Newsletter. Den Kern bilden diesmal Fragen und Antworten.

  • Einmal öfter aufstehen als hinfallen?
  • Wind- oder Wolkenhose?
  • Antworten zu einigen Newsletter-Fragen

Ich lade Sie herzlich zum Lesen ein und wünsche Ihnen eine erquickliche Lektüre.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr

Jan

Impuls der Woche:
Einmal mehr aufstehen als hinfallen?

Die Kunst (des Lebens) besteht darin, einmal mehr aufzustehen, als hinzufallen.

Dieser Satz ist gefährlich. Er impliziert das Hinfallen, kann so leicht zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung werden.

Ein Wort dazu

Ob die Varianten mit »der Erfolg« oder »die Kunst des Lebens«, mit »hinfallen« oder »umwerfen«, ob von Churchill, Goldsmith oder aus einer anderen Quelle – dieser Satz bleibt gefährlich. Wer das Secret-Prinzip kennt und daran glaubt, kennt den Grund. Es ist immer das Hinfallen dabei und dies auf eine perfide notwendige Art, denn das Hinfallen ist die Voraussetzung für das Aufstehen.

Das Hinfallen oder das Scheitern gehören zum Leben – aber nicht immer. Das Hinfallen oder das Scheitern sind keine Kunst. Warum sich also mit dem Hinfallen beschäftigen anstatt mit den angenehmeren Seiten des Lebens? Auch – oder besonders – wenn es mal schlechter geht.

Das Leben besteht im Leben selbst und dem Weiterleben, wenn es Probleme gibt.

Die Kunst besteht darin, nicht hinzufallen.

Weitere Impulse …

Fotoblog: Bild der Woche (190):
Wind- oder Wolkenhose?

Am Anfang war das …

Ein Wort dazu

Ist das eine Wind- oder Wolkenhose? Eine scheinbar leichte Frage; Windhosen sind bekannt und gefürchtet, Wolkenhosen kannte ich bis zu dieser Frage nicht. Doch das Internet liefert eine Menge Aufnahmen von »süßen Wolkenhosen« für die Kleinen oder anders attributierten Exemplaren für die Damen. Was das Internet in seiner unerschöpflichen Weisheit alles weiß …

Ich erinnere mich keiner vergleichbaren Wolkenformation und meine meteorologischen Kenntnisse reichen nicht aus, um die Entstehung dieser Wolken zu erklären. Offenbar war mir das in diesem Moment nicht relevant genug. Ich konzentrierte mich auf den Genuss des Himmels, machte einige Aufnahmen, von denen eine zum Bild der Woche wurde.

Auf der Aufnahme mag das beängstigend wirken. In natura was dies nicht der Fall, doch da sah ich die gesamte Wolkenformation, die sich oben tornado- oder twisterfrei auflöste. Diesen Ausschnitt wählte ich gerade der beängstigenden Wirkung wegen. Ein »Tut mir leid« meinerseits, wäre somit nicht authentisch, es war ja meine Absicht.

Weitere Bilder der Woche …

Antworten zu einigen Newsletter-Fragen

In einem späteren Newsletter bringe ich weitere Fragen und Antworten. Die Zahl in den Überschriften ist die Nummer der betreffenden Newsletter.

Ein großes Krafttierbuch (der Geburt)?

Die Fragen dazu erhalte ich überwiegend außerhalb der Newsletter. Die Themen und der Umfang eines großen Ratgebers zu den Krafttieren der Geburt stehen fest. Einen Schwerpunkt bildet darin die Anwendung dieser Krafttiere und ihrer Helfer für die Selbsterkenntnis und das Meistern des Lebens sowohl einzeln als auch in Beziehungen / Partnerschaften.

Feedback dazu freut mich sehr. Vielmehr uns, da dieses Buch in einer Kooperation mit Monika geplant ist.

Wann setze ich die Reihen »Lebewesen, Fleischkonsum, Seele« und »Denn jedem Lebewesen wohnt eine Seele inne« fort?

Eigentlich, welch schönes, nichtssagendes Wort, plante ich keine größeren Pausen. Bei den Arbeiten zu diesen Reihen kamen zahlreiche Ideen, Themen, Fragen etc. hinzu, die zu der Idee eines Buches führten.

Ich werde vermutlich noch ein paar Texte im Web veröffentlichen, setze aber die Planung an einem Sachbuch über das Fleisch und den Menschen fort. Mal sehen, was sich im nächsten Jahr ergibt.

129: Wann ich denn noch Russisch Roulette spielte?

Das war öfter der Fall in meinen jüngeren Jahren. Würde ich mich nicht mit dem Menschen beschäftigen, seiner Psyche, seiner Seele, den Prägungen durch die Familie & Co., könnte ich an diesen meinen Jahren verzweifeln. Heute weiß ich, was mich dazu antrieb, was davon intrinsisch war, was durch die Umwelt begünstigt. Wobei auch das zu den Erkenntnissen des Lebens gehört: Meine Umwelt suchte ich mir selbst aus. Ist das für die Seele relevant, ob ich das bewusst oder unbewusst tat?

Nur mit diesem Wissen um mich selbst konnte ich den Beitrag »Wie ich die Angst vor dem Sterben verlor« schreiben und mich mit meinen langen alten Umwegen beschäftigen. Eine Auswahl: der kalte See, ein Schlangenbiss mit wenigen Minuten zum Exitus, Stromschläge, 100 Tage ohne feste Nahrung mit den pathologischen dennoch logischen Folgen, Waldexkursion während eines Orkans.

Auf mein meisterliches Russisch Roulette war ich viele Jahre stolz; heute begreife ich mein damaliges Tun nur aufgrund der gesamten Lebensvorgeschichte. Diese zweifelhafte Meisterleistung war ein Gang in einen Wald eines der stärksten und teuersten Orkane der letzten Jahrzehnte in Deutschland. Das beängstigend laute Rauschen, Heulen, Knacken des Orkans, die Lautexplosionen der brechenden Bäume, das Anheben der Wurzelteller unter den umfallenden Bäumen, die herabfallenden Äste, die umherwirbelnden Gegenstände. Und ich mittendrin; durchnässte Kleidung, das Gehen und das Atmen fallen schwer, das Steigen über die umgefallenen Bäume mit ihren chaotisch umherschlagenden Ästen auf dem Rückweg ebenso.

Ich unternahm diese selbstmörderische Tour ohne meine Kamera. Das führte zu einer Frage, die immer noch einer überzeugenden Antwort harrt. Ich frage mich allerdings nicht, warum ich ohne Kamera hinausging. Ich frage mich, warum diese Frage für mich relevant ist. Relevant sollte doch nur das Überleben dieses Spiels mit dem Leben sein. Und dennoch …

128: Warum darf man nicht um die Liebe kämpfen?

Natürlich darf man, ich verbiete dies in dem Beitrag nicht.

Es ist wie immer im Leben. Der Mensch darf etwas tun oder es unterlassen. Was er nicht darf, ist die Hoffnung hegen, dass er sich den Konsequenzen und der Verantwortung entziehen kann.

Er darf also auch kämpfen. Kampf und Liebe sind aber Gegensätze. Sie mögen sich anziehen, eine funktionierende Union bilden sie nicht. Dieser Kampf zieht nicht immer Gewinner aber immer Verlierer nach sich. Einen Verlierer oder zwei wie im Fall der Liebe. Kampf und Verlieren sind mit Liebe nicht vereinbar. Schon gar nicht mit ihrer besonderen Form, der Agape.

Der Ausschnitt in diesem Newsletter ist eine Hinführung zu den Betrachtungen über einen Partner, der sein Gegenüber zum Kampf um seine Liebe auffordert und die Konsequenzen daraus für beide.

Mehr dazu aber in dem demnächst erscheinenden Buch.

129: Wirklich keine Angst vor dem Sterben?

In der Einleitung zu dem Artikel weise ich daraufhin, dass ich in dem Augenblick im See, in dem ich mit meinem Leben abschloss, jegliche Angst vor dem Sterben verlor. Das wurde zu einer prägenden Erfahrung, die meine Einstellung zum Leben und Sterben nachhaltig beeinflusste.

Das bedeutet aber nicht, dass ich sterben will. Ich will leben, ich habe einiges im Leben vor, an Lernen, an Tun, an Erfahrungen. Ich kann aber behaupten, wenn es so weit ist, kann ich den Tod wieder annehmen. Die Hoffnung ist, dass bis dahin noch einiges an Zeit vergeht.

125: Warum eine Aufnahme mit Herbert von Karajan?

Warum gerade Karajan, es gäbe viele andere Aufnahmen dieses Requiems auf YouTube. Ich war mir nicht sicher, welchen Aspekt diese Frage anspricht. Ist Karajan nicht die beste Aufnahme? Stört Karajan als Mensch, seine Herkunft, in der ein Ritter vorkommt, sein Leben in der NS-Zeit, sein Bestehen auf das »von« in Österreich?

Über diese Aspekte würde ich gerne diskutieren, wofür ich Newsletter oder E-Mails für ungeeignet halte.

Die Antwort ist aber simpel. Die Aufnahme mit Karajan gehört zu den ersten 10 CDs meines Lebens. Es ist somit die Erinnerung, Nostalgie meinetwegen, die mich zu diesem YouTube-Link bewog.

Ein deutsches Requiem, YouTube