Coronale Hoffnung

Coronale Hoffnung

»Schlecht schaust aus. Bist erkältet?«

»Schlimmer. Hab Influenza oder Corona. Ich glaub, ich bleib eine Woche oder so daheim, dann passt’s schon wieder.«

Ein Wort dazu

Hoffen darf man, dass solch ein Dialog in wenigen Jahren möglich ist.

Hoffen darf man. Bakterien und Viren existieren grob ausgedrückt 1.000 Mal länger als die Vorfahren des Menschen und 10.000 Mal länger als der Homo sapiens. Für die Viren und Bakterien sind wir äußerst junge Fremdlinge auf diesem Planeten.

Wir leben mit Viren und Bakterien, sie machen etwa 2 kg des Körpergewichts eines erwachsenen Menschen aus. Ohne sie gäbe es uns nicht, ohne sie würden wir nicht überleben. Sie sind ergo nicht nur schlecht, sondern sogar lebensnotwendig. Seit es komplexere Lebewesen gibt, koexistieren sie mit Viren und Bakterien.

Hoffen darf man also. Vielleicht verziehen sie sich wie einst die tödlichen Seuchen vor Jahrhunderten, vielleicht bleiben sie wie die Influenza. In wenigen Jahren wissen wir es.

Ein weiteres Wort dazu ist eigentlich nicht erforderlich. Nur eigentlich, da solch ein Text in Zeiten von Political Correctness, Cancel Culture und Corona ideologisiert rezipiert werden kann. Gegen Ideologien ist kein Kraut gewachsen, es gibt keine Impfungen dagegen. Und nein, ich bin kein Verschwörungstheoretiker. Ich bin lediglich ein hoffnungsvoller Mensch, was häufig mit Arbeit verbunden ist, wenn ich das Treiben einer bestimmten Spezies auf der Erde global betrachte.

Jan Schneider, Autor

Herzlichst, Ihr / Dein
Jan
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