Convenience Information

Convenience Information

Inspiriert durch das 375. Bild der Woche.

Kein Schnee, die Temperaturen sind Erinnerungen an den Herbst oder Vorboten des Frühlings. Dennoch ist es Januarmitte, dennoch der tiefe Winter.

Sich von der Angst vor dem Klimawandel leiten lassen oder sich über die geringen Heizkosten freuen?

Es mutet paradox an, doch in dem Informationszeitalter ist es schwieriger geworden, an gesicherte Informationen über die oberen Themen zu erhalten. Das ist leider ein grundsätzliches Geschehen. Die Quantität der Informationen nimmt rasant zu, die Qualität sinkt leider, insbesondere der Anteil zuverlässiger, glaubwürdiger, gesicherter Informationen.

Es kann jeder seine Ideen im Web publizieren oder in Büchern auf den Markt werfen. Die Algorithmen der Social Media sorgen für die Bestätigung der eigenen Meinung, sodass man dem Trugschluss unterliegt, gut informiert zu sein und recht zu haben.

Der Duden kennt folgende Synonyme zur Information: Nachricht, Mitteilung, Hinweis, Auskunft, Belehrung, Aufklärung. Was nicht darunter fällt, sind Hass, Drohungen, Verleumdungen, Lügen, alternative Fakten etc.

Soll man sich analog zum Winter über die Flut an Fehlinformationen und an Hass klagen? Die Antwort darauf hängt von den eigenen Prioritäten und der eigenen Bequemlichkeit ab.

Es gibt nicht nur Convenience Food, es gibt ebenfalls Convenience Information.

Ob man Fertignahrung mit der dazugehörigen Chemie konsumiert oder bewusst einkauft und mal selbst etwas zubereitet, das ist immer eine eigene Entscheidung.

Ob man Postings mit der dazugehörigen Desinformation und Informationsflut konsumiert oder bewusste Information findet und hinterfragt, das ist immer eine eigene Entscheidung.

Die Konsequenzen all dieser Entscheidungen haben eines gemeinsam. Dies sind die unvermeidlichen Folgen, für die man immer selbst verantwortlich ist.

Jan Norman, Autor

Herzlichst, Jan Norman
Jan