Bilder der Woche und »Ein Wort dazu«

Jeden Samstag ein neues Bild der Woche. Die Fotos nahm ich in der Natur auf. Neben schönen (ein individuelles Kriterium) Motiven suche ich überraschende, nicht alltägliche Augenblicke in der Natur.

Einige dieser Bilder veröfentlichte ich in den »Erleuchtungs-Minütchen«-Büchern. »Ein Wort dazu« erscheint zunächst im Newsletter, später hier. Und hier zur Übersicht aller Fotos ...

Bilder mit »Ein Wort dazu«      

096: Berührte Natur

Bild der Woche

Die unberührte Natur wird mit Schönheit assoziiert; das ist keine bahnbrechende Erkenntnis. Berührte Natur ruft andere Assoziationen hervor. Und dennoch kann sie schön sein.

Es ist der Lech, an dem ich diesen Steinhaufen fand. Durch die Stille und die Spiegelung strahlte diese Szenerie eine Ruhe aus, die sogar auf ihrem digitalen Abklatsch, Foto genannt, ihre Wirkung beibehält.

095: Und dahinter Nirwana

Bild der Woche

Natürlich findet sich kein Nirwana hinter dieser seltsamen Absperrung, der Titel ist daher ein Fake. Es ist ein kleiner See am frühen Morgen. Der dichte Nebel erlaubt keine Sicht auf das andere Seeufer. Die Pfähle im Vordergrund täuschen zusammen mit dem Nebel eine unendliche Weite vor. Oder das Nirwana, wie es mir bei diesem Anblick einfiel.

Bevor ich die andere Uferseite erreichte, verzog sich der Nebel und das Nirwana war dahin.

Trump’s bad, very bad world: Fischers Freund fischt frische Fische

Ursprünglich plante ich für dieses »Bild der Woche« ein Kranichfoto mit dem Titel »Trumps bad, very bad world: Fischers Freund fischt frische Fische« ein. Beim Schreiben des dazugehörigen Textes fielen mir beim Freund und Feind die Fake News ein. Trumps Vogel war geboren und der Text landete in »Seelengeflüster und Gedanken zur Zeit«. Aber keine Sorge, der Titel des neuen Bildes der Woche ist ebenfalls ein Fake.

Hier der Text mit dem bösen Vergleich zwischen Trump und einem Vogel …

094: Eine Minute nur

Bild der Woche

Die ersten Sonnenstrahlen überwanden die Baumkronen des Ostufers und tauchten das Westufer in ein kontrastreiches Licht. In dieser Intensität dauerte dieses Lichtschauspiel keine Minute lang. Kurz darauf wurde das Licht zu stark, die Kontraste verloren an Stärke.

Ich mag Schilf. Es sind die Muster (»pattern« nennen es die Fotografen) in ihm, es ist sein Rauschen und Wogen im Wind, es ist das Leben, welches es beherbergt. Zur Zeit sind es die putzigen Irokesen, an die ich bei den jungen Blesshühnern mit ihrem rötlichschwarzen Schopf denke.

Auf manche Menschen aber übt das Schilf eine beunruhigende Wirkung aus. Einmal erfuhr ich, Schilf erinnere an den Tod; ich sah daher von weiteren Schilffotos ab. Ich hoffe, dieses Bild lässt die Schilfassoziationen in einem anderen Licht - im übertragenen und wahren Wortsinn – erscheinen.

093: Mystic Mist

Bild der Woche

Die Sonne ging erst vor wenigen Minuten auf, sie leuchtete hinter den Bäumen vom Westufer des Kuhsees aus betrachtet. So konnten die Sonnenstrahlen dem Nebel des Sees noch nicht gefährlich werden. Der sonst bereits blaue Himmel bot hier einen Anblick, der mich in verwunschene Landschaften versetzte.

Das Bild entstand in den letzten Augenblicken des Nebels, denn kurz darauf kamen die ersten Sonnenstrahlen oberhalb der Bäume hervor und beendeten diesen Zauber.

Selbstverständlich spreche ich mit »mist« im Titel dieses Bildes die englische Bedeutung des Wortes an: Nebel.

092: Retriever at its best

Bild der Woche

Der Labrador ist ein Retriever- oder Apportierhund, was seine vollständige Bezeichnung »Labrador retriever« verrät. Hier macht der Labrador namens Bono dem Retriever alle Ehre. Was er da trägt, ist kein Dinosaurierschenkelknochen; da hätte ich die Apportierrolle übernommen.

Eine von Bonos Leidenschaften ist die Bearbeitung abgebrochener Äste. Entweder schreddert er sie oder apportiert sie auch über Kilometer hinweg. Bei diesem Prachtexemplar riet ich ihm, es abzulegen, es sei doch zu schwer. Ob jedoch Menschen- oder Hundekinder; die meisten lernen durch Erfahrung. Für Bono reichten etwa 20 Meter, um es einzusehen.

Die zwei Menschenkinder im Hintergrund gehören nicht zu meiner Entourage. Ausnahmsweise war ich zu einer Tageszeit unterwegs, in der ich eher Menschen denn Tieren begegne.

091: Lichtbaum

Bild der Woche

Ein Tag nach dem Vollmond, der Sommer naht, also geht der Mond am blauen Himmel unter. Im Vordergrund ein abgestorbener Baum am Südufer des Sees, der Mond in seiner Nähe. Einige Schritte zum Seeufer hin, die richtige Perspektive wählen und voilà: Der Baum, sonst ein beliebter Beobachtungsposten für die Krähen, hat eine Leuchte.

»Erleuchteter Baum«, das wäre mir zu viel des Guten nach dem heiligen Baum der vergangenen Woche. Also ist es der Lichtbaum. Wer es mag, kann darin ein Baumlicht sehen. Oder einen erleuchteten Baum, sind doch die Krähen recht intelligente Vögel.

090: Heiliger Baum

Bild der Woche

Dieses Foto nahm ich vom Westufer des Kuhsees auf, ich blickte daher nach Osten hin, wo die Morgensonne durch die erst frühlingshaft belaubten Bäume schien. Über dem See lag noch Nebel, die Sonnenstrahlen brachen an den Nebeltröpfchen und boten durch reine Physik wunderschöne Erscheinungen, die ich in dieser Stärke noch nie sah.

Die Aufnahme entstand ohne Fotofilter und ohne Computer-Strahlen.

Anmerkung zum Kuhsee

Enten, Schwäne, Kraniche sogar einen Biber traf ich am Kuhsee bereits. Da ich für die Seebesuche Zeiten bevorzuge, zu denen die Menschen diese Gegend nicht verunsichern, treffe ich dort nur überzeugte Jogger oder die Kranich-Kontrahenten, die sich Fischer nennen.

Kühe sind nur noch im Namen dieses Augsburger Sees geblieben.

089: Eine unheimliche Begegnung der nächtlichen Art

Bild der Woche

So unheimlich wie in Spielbergs SciFi-Klassiker »Unheimliche Begegnung der dritten Art« war diese Begegnung nicht. Sie war selten und schön.

Ich war früh unterwegs, der Mond und die Sterne beherrschten noch den Himmel. Gut 2 Meter von mir entfernt sah ich einen Biber. In Ufernähe im See nagte er von einem Baumzweig die Rinde ab.

Er ließ sich durch nichts stören. Einige Male sprach ich ihn an, er unterbrach seine Mahlzeit für 1-2 Sekunden, schaute in meine Richtung und setzte sein Früh-Frühstück fort. Sogar Bono, ein Labrador, störte ihn nicht.

Wusste der Biber um unsere wahren Absichten? Bono drängte auf die Fortsetzung des Marsches, ich fotografierte diesen Albtraum der Zahnärzte und Zahnarzttechniker.

088: Mond- und Venus-Quest

Bild der Woche

Nach der Venus-Quest (75. Bild der Woche), worin die Venus am Häkchen-Ansatz des Q als der Abendstern zu finden war, folgt jetzt eine Doppel-Quest.

Die Venus, diesmal der Morgenstern, ist im oberen rechten Eck leicht zu finden. Der Mond ist tief überm Horizont etwas links der Venus auszumachen. Da der Mond auf seine Neumondphase zugeht, präsentiert er sich als eine schmale Sichel, die am Taghimmel ohne Hilfsmittel nicht mehr sichtbar ist.

Notabene: Die Venus am Himmel ist kein Stern, sondern ein Planet. Korrekterweise müsste es daher Morgen- oder Abendplanet heißen. Das klänge aber doch recht unromantisch.

087: Lichtbaumgeist

Bild der Woche

Früh morgens, die Sonne hatte noch fast eine Stunde Zeit zum Aufgang, fand ich diesen Lichtgeist auf einem Baum sitzen. Ja, es wäre schön, Naturgeister in dieser Deutlichkeit wahrzunehmen. Es war aber nur der Mond, der sich passend hinter den Bäumen postierte. Oder sachlicher: Ich sorgte für die passende Perspektive.

Der Anblick war auch ohne sichtbare Naturgeister schön, romantisch fand ich diese Szenerie ebenfalls. Das Bild nahm ich vom Ostufer des Kuhsees im Süden Augsburgs auf.

086: Eine Annäherung

Bild der Woche

Die Präsentation der Flügel allein wird für den erfolgreichen Abschluss der Annäherung nicht reichen. Beim Menschen ist es nicht anders, auch wenn er keine Flügel hat.

Und wenn Balzgedanken keine Rolle spielen, ist es ein bezaubernder Augenblick vor der Kulisse der untergehenden Sonne und des Wassers.
 

085: Künstlerische Tier-Mensch-Kooperation

Bild der Woche

Den Kopf und den Mund dieses Meagwurms gestaltete ein Biber, die Augen und die Nase steuerte ein Mensch bei. Gefunden habe ich das Kunstwerk am Lechufer auf Kuhseehöhe.

Sollte jemand auf Mr. Biber grollen, da er Bäume fällt: In der Umgebung lagen einige geschlagene Bäume. Zu einer künstlerischen Betätigung haben sie jedoch niemand animiert.

084: Ein Goldstreifen am Horizont

Bild der Woche

Bekannter ist der Silberstreifen am Horizont, hier ist er einmal golden. Das Foto entstand wenige Minuten nach einem älteren Bild der Woche im Newsletter Nr. 022.

Obwohl die Sonne einige Sekunden nach der Aufnahme hinter den Wolken verschwand, war der Goldstreifen ein Silberstreifen der Hoffnung. Der sicheren Hoffnung, da die Sonne sicher wieder leuchten wird. Das ist noch sicherer als das Amen in der Kirche.

083: Tempus fugit – und das ist gut

Bild der Woche

Tempus fugit – die Zeit flieht, vergeht.

Keine Einladung zum Jammern und Klagen ist das über die vergehende, zu kurze oder zu schnelle Zeit. Und schon gar nicht zu den unseligen Erinnerungen an die frühere Zeit, in der alles besser war.

Alles besser? »Alles« ist in diesem Zusammenhang ein Unwort und eine Lüge bei Lichte betrachtet. Waren die Kriege, die Pest, die Seuchen, die kurze Lebenszeit, die Macht der Herrscher weltlicher und kirchlicher Natur so viel besser, als unsere Zeit?

Hin und wieder bejahe ich dieses »Früher war es besser«. Ich verstärke es, denn wenn es früher besser war, muss es viel früher noch besser gewesen sein. Wie schön, natürlich, sozial und unbeschwert waren die Zeiten, als wir noch auf den Bäumen lebten, uns gegenseitig kraulten und die Früchte der Natur verspeisten. Seltsam nur, dass kaum ein Mensch sich darüber freuen kann.

Tempus fugit – die Zeit flieht, vergeht.

Wer Ohren zum Hören hat, erkennt in der Natur, dass vieles nicht einfach vergeht, sondern wiederkehrt, in Zyklen verläuft.

Und wer auch seiner Seele zuhört, erfährt von den Kreisläufen des Lebens – von den Inkarnationen der Seelen. Schritt für Schritt oder Leben für Leben bringen uns die Wege der spirituellen Heimat näher, die wir vor Äonen der Zeit verlassen respektive verloren haben.

Es ist gut und richtig, dass die Zeit vergeht.

082: Noch 20 Minuten …

Bild der Woche

… bis zum Sonnenaufgang. Und obwohl es noch nicht morgens um sieben war, war die Welt in Ordnung.

Faktisch ist sie immer in Ordnung, und das trotz solcher Speziesvertreter wie aktuell Trump oder Erdogan.

Nur eine extreme Minderheit ist extrem laut. Milliarden Vertreter der Spezies Mensch leben ihr Leben, viele davon unter harten Bedingungen. Milliarden haben freien Zugang zu Informationen auf dem ganzen Planeten, lassen sich dennoch vornehmlich von den lauten Extremisten beeinflussen. Sie übersehen und überhören die leisen Mitglieder der Spezies Mensch.

Die Welt ist in Ordnung. Morgen um sieben, übermorgen auch. Wer jedoch seine Achtsamkeiten dem Schönen gegenüber vernachlässigt, und sich dem Extremen zuwendet, baut an einer anderen Wahrnehmung der Welt. Diese seine Welt ist dann nicht in Ordnung.

Sie ist so, wie sie diese Spezies gestaltet. Für jeden einzelnen Vertreter, für die gesamte Spezies. Jeden einzelnen Tag.

081: Für Verschwörungsliebhaber – Windräder erzeugen Himmelswürmer

Bild der Woche

Einige Minuten vor dem Sonnenaufgang bemerkte ich einen Kondensstreifen eines aufsteigenden Flugzeugs. In dieser Richtung liegt der Flughafen München, die Windräder stehen südöstlich von Augsburg / Friedberg.

Ich fotografierte den Kondensstreifen mit einem starken Zoom, wodurch er derart vergrößert einen Wurm mimte. Je höher der Kondensstreifen, desto weniger Sonnenlicht bekam er, wodurch er oben dunkler erschien.

080: Die Grafikerin Natur

Bild der Woche

Wieder ein Beispiel für Grafiken, die die Natur gestaltet. Die Äste im Vordergrund vernetzten sich mit den Bäumen des Hintergrunds und ergaben vor dem Gold und Graublau des Himmels ein wunderschönes Bild.

Nach einer Minute war der Zauber leider passe, da sich Wolken vor die Sonne schoben. Kurz davor ergaben das Gold und das Graublau hinter einem Bäumevorhang einen Kontrast, der ich in Kürze als ein weiteres Bild der Woche präsentiere.

079: Zwei Nebelschatten

Bild der Woche

Ich stand am frühen Morgen an einem Wehr am Lech und gab mich dem Rauschen des Wassers hin. Die Sonne stand noch im Rücken und warf Schatten auf die feine Nebelwand, die das rauschende Wasser erzeugte.

Den kleinen Schatten wirft Bono, der Labrador. Fragt er sich, wie lange der Mensch noch das Wasser anstarren würde, oder genießt er ebenfalls die Pause und das Rauschen? Immerhin bleibt er lange und still neben mir sitzen.

078: Luna und Jupiter

Bild der Woche

Im Deutschen ist es der Mond, obwohl es in der griechischen Mythologie eine Mondgöttin ist – die Selene. Sogar bei den kriegsverliebten Römern ist es Luna – eine Göttin also, kein Gott.

Wie auch immer, der noch gut halb volle Mond war in der Nähe von Jupiter zu sehen und mir war das ein Bild wert. Da ich bei den Spaziergängen mit dem Hund kein Stativ mitführe, ist das Bild etwas unscharf.

077: Klarheit tanken

Bild der Woche

Alleinsein ist nicht einsam. Es ist mein Hund neben mir - und die Freude aufs Zuhause. Dieses Alleinsein und diese Stille bringen Klarheit und erweisen sich oft als Kreativitätsquelle.

Das Bild nahm ich auf dem Lechdamm bei Augsburg auf.

076: Ein fliegender Hund – aber kein Flughund

Bild der Woche

Der Schnee ist mittlerweile Geschichte, der Hund mit seiner fröhlichen Dynamik verdient es jedoch, zum Bild der Woche zu werden. Und natürlich ist er kein Flughund, sondern ein Labrador.

Bono freute sich wie ein Schneekönig.

075: Venus-Quest

Bild der Woche

Es begann zu dämmern, ein Blick zum Himmel, um die Venus zu finden. Und siehe, sie war da – sie und ein großes Q.

Das Q fällt sofort ins Auge. Die Frage, also die Quest: Wo ist Venus? Die Antwort: Links oberhalb der Mitte des (fast) senkrechten Striches.

Als es dunkler wurde und die Venus leichter zu finden, war das Q leider vollends verweht. Und manipulieren wollte ich das Foto nicht.

074: Dreierlei Weiß und Haariges

Bild der Woche

Wie oben, so unten, so in der Mitte: oben die Wolken, unten der Schnee, in der Mitte die Birken. Das verbindende Weiß der Birke macht es nachvollziehbarer, warum dieser Baum vielen Kulturen als heilig oder magisch galt.

Mit der Birke wurden unter anderem der Frühling und das Wachstum verbunden. Heute schwindet bei vielen Menschen die unmittelbare Verbindung mit der Natur. Wer denkt schon an das Wachstum, wenn er Birkenwasser für seine nicht mehr so prächtige Haarpracht benutzt?

073: Wintersonne mit Baumgrafik

Bild der Woche

Ich liebe Bäume zu jeder Jahreszeit, im Winter faszinieren mich die Grafiken der Bäume. Kein Wunder daher, dass ich sie so gerne fotografiere – und mich dabei entspanne, entschleunige und den Weg zu mir nach innen finde.

Das wünsche ich auch allen Lesern des Newsletters und allen Web-Besuchern.

072: Winter-Rot

Bild der Woche

Das Pendant zu dem Sommer-Rot:

Sommer-Rot

071: Ein guter Abend

Bild der Woche

Viele gute Abende wünsche ich allen im kommenden Jahr.

PS:
Den Christbau des Bildes der vergangenen Woche schmücken tatsächlich 300 LEDs – eine Kette mit 100 und eine zweite mit 200.

PS 2: Der Titel ist auch ironisch gemeint. Nach diesem Abend bekam ich eine Erkältung, die ich wohl zu schnell für auskuriert erklärte. Summa summarum waren es drei Wochen, in denen ich daran laborierte.

070: 300

Bild der Woche

Wer bei der Zahl 300 an die 300 Spartaner (aus dem Film oder dem Geschichtsunterricht) dachte, liegt zwar falsch, hat dennoch alle am Christbaum: Alle 300 Lämpla, wie die kleinen LED-Lichter in Augsburg heißen können.

Somit wird Sparta wieder passend, sind doch die LEDs spartanisch im Energieverbrauch.

069: Eos und EOS

Bild der Woche

Eos ist die griechische Göttin der Morgenröte, EOS die Bezeichnung einer Kamerareihe (von Canon). Also weniger kryptisch ausgedrückt, glänzte die Morgenröte vor der Linse einer EOS-Kamera.

Ob Eos oder EOS; es war eine herrliche Stimmung und Ruhe, ein perfekter Beginn eines neuen Tages.

068: Praktizierte Entschleunigung

Bild der Woche

Einige wenige Minuten Ruhe, ein nichtserwartender Blick gen Himmel, kein Smartphone. Das reicht, um den Lärm und die Hektik des Tages zur Geschichte zu machen. Danach eine Tasse Tee oder Kaffee zuhause.

Und der Mensch kann die leise Stimme seiner Seele wahrnehmen.

067: Adieu Sonne, adieu Opa

Bild der Woche

Als Kind nahm mich mein Opa an den Wochenenden öfter auf seine Abendspaziergänge mit. Diese besondere Stimmung wirkt au viele Menschen, ich vermute aber, dass bei mir die Erinnerungen an meinen Opa immer dabei sind und diese Stimmung verstärken.

An diesem Abend nahm ich Wolkenstruktur wahr, in der ich einen Schattenvogel sah (die Verbindung zwischen den Baumkronen). Da meine Opa über jede Vogelart etwas zu sagen wusste, war er oder seine Seele besonders präsent.

066: Wenn Feen sich verhüllen

Bild der Woche

Die kleine Nebelbank wirkte mal unheimlich, mal unheimlich schön. Feen entdeckte ich in ihr leider keine, die Vorstellung finde ich jedoch so schön, dass ich sie gerne teile.

065: Regelwidriger Regenbogen

Bild der Woche

Nein, es ist weder ein Regenbogen, noch ist der Bogen regelwidrig. Es ist der untere Teil eines Sonnenhalos, der entsteht, wenn die Atmosphäre einigermaßen gleichmäßige Eiskristalle enthält.

Aufgenommen habe ich den Halo auf dem Lechdamm südlich von Augsburg.

064: Natur-Lichtbühne

Bild der Woche

Aufgebrochen bin ich noch in der Dunkelheit und ging auf dem Lechdamm nach Süden hin. Auf dem Rückweg blickte ich öfter zum Südosten hin, wo zu dieser Jahreszeit die Sonne aufgeht. Und da sah ich die Sonne, die hinter einem kleinen Hügel durch die Sträucher und den Morgennebel schien.

Das sind Augenblicke, die man erfahren haben muss, um keine Frage mehr nach dem Sinn des frühen Aufstehens zu stellen.

062: Avalon

Bild der Woche

Ein See mit einer Wolken- oder Nebelspiegelung? Avalon?

Nein, einfach nur ein schönes Zusammenspiel von Herbstwolken mit einem banalen Kondensstreifen. Aufgenommen habe ich das Wolkenspiel auf einem Spaziergang mit Bono in der Nähe des Auensees.

Und nein: Bono ist ein Labrador, nicht der U2-Sänger, der Auensee liegt nicht im Auenland, sondern bei Kissing südlich von Augsburg.

061: Terra incognita

Bild der Woche

Nein, nicht incognita also unbekannt. Der Nebel verbirgt einen kleinen See im Süden Augsburgs mit dem recht gewöhnlichen Namen »Kuhsee«.

031: Ein Männlein steht im Walde …

Bild der Woche

… nicht immer still, nicht immer stumm. Still steht diesem Männlein, wenn sich sein Baum im Winde bewegt. Auch stumm ist er da nicht, da der Wind den Baum zum Ächzen bringt. Blätter rascheln an ihm keine mehr, dafür ist der Baum zu alt.

Das Männlein ist eine besondere Anordnung der Äste, die allerdings nur an einer bestimmten Stelle so wahrzunehmen ist: Lechdamm, Kilometerstein 86,4.

029: Vorsicht - Inkarnationsgefahr!

Bild der Woche

Ein wenig habe ich hier manipuliert. Auf dem Schild ist tatsächlich »Lebensgefahr!« zu lesen, meine Variante gefällt mir aus mehreren Gründen besser. Die Stadtverwaltung Augsburg möge Nachsicht mit mir haben.

Der Lech hat seinen Namen von den Kelten, die hier noch vor den Römern lebten. Ich mag sie nicht, die alten Römer, gleich was sie Gutes gebracht haben mögen. Ihr Militarismus hat Europa in einem Sinne geprägt, der viel Leid brachte. Und wer die Geschichte der Religion betrachtet, die diese Kultur zur Staatsreligion erhob …

So sind mir die keltischen Spuren sympathischer, der Name »Lech« ebenso. Der Flussname Lech stammt von dem Stamm der Likatier ab oder von der keltischen Sprache, in der »lech« auf Steine hindeutet. Lech ist somit der steinreiche Fluss.

»Inkarnation« gefiel auch meiner Seele besser. Mit einer Einschränkung allerdings: In Inkarnationen sieht sie keine Gefahr.

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© Fotos und Texte: Jan Schneider