Aus gegebenem Anlass (Kinder und Tiere)

Anlass

Aus gegebenem Anlass ein Wort zum Verhältnis des Menschen zum Tier. Was ist der gegebene Anlass? Tönnies? Ja, Tönnies ist aktuell, der nächste Anlass lässt nicht lange auf sich warten. Doch die Liste der Anlässe ist so traurig lang, dass kaum von Anlässen gesprochen werden kann.

Das sind keine Anlässe mehr. Es ist ein Kontinuum der Verfehlungen des Menschen dem Tier gegenüber. Auch dem Menschen gegenüber, was dies ein Stichwort belegt, ebenfalls kein Anlass, sondern ein Kontinuum: Kindesmissbrauch.
Dazu ein Hinweis auf die aktuellen Überlegungen der Politik, die ein Wort hinterfragt. Wenn dieses entsetzliche Tun Kindesmissbrauch genannt wird: Was ist dann bitte der korrekte Gebrauch von Kindern?

Allerdings beziehen sich diese Überlegungen nur auf die »sexualisierte Gewalt«. Alle anderen Arten der Gewalt sollen offensichtlich weiterhin Missbrauch heißen. So scheint es doch einen legalen Gebrauch der Kinder zu geben. Kinder sind aber keine Gebrauchsgegenstände.

Kinder sind keine Sachen, Tiere ebenso wenig. Es dauert noch, bis das im Bewusstsein der Menschen und ihrer Seele verankert ist. Der Mensch darf sich nicht nur technologisch fortentwickeln, er muss sich seiner Moral annehmen.

Exobiologen und SETI-Forscher sehen in einer zu raschen technologischen Entwicklung, die den moralische-ethischen hinterherhinkt eine Gefahr für den Fortbestand solcher Zivilisationen. Das könnte eine Erklärung des Fermi-Paradoxons sein. Wir kennen noch keine außerirdischen Zivilisationen, da sich viele selbst auslöschen, bevor sie die Fähigkeit für interstellare Reisen entwickeln.

Das aber ist nur eine Theorie. Sie impliziert kein zwangsläufiges Ende der menschlichen Zivilisation. Um das zu vermeiden, müssen die technologische und die ethisch-moralische Einwicklung d'accord gehen.

Jan Schneider, Autor

Herzlichst, Ihr / Dein
Jan
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